Groningen: Nach Satudarah-Verbot: Niederlande fürchten Rockerzuwachs

Groningen : Nach Satudarah-Verbot: Niederlande fürchten Rockerzuwachs

Nach dem deutschen Verbot des Rockerclubs Satudarah aus den Niederlanden gibt es dort Sorge vor einem Erstarken der Gruppierung. Das Verbot könne unerwünschte Auswirkungen auf der niederländischen Seite der Grenze haben, sagte der Groninger Bürgermeister Peter den Oudsten, der Vorsitzender der niederländischen Strategiegruppe zur Rockerkriminalität ist, dem „Dagblad van het Noorden”.

Um einen besseren Blick auf den Rockerclub und seine kriminellen Aktivitäten im Norden der Niederlande zu gewinnen, forderte den Oudsten Polizei und Gemeinden im Norden auf, innerhalb einer Woche alle Informationen über Satudarah zusammenzutragen.

„Für diese Rockerclubs gibt es im Norden keinen Platz, wir müssen als Gemeinden gut zusammenarbeiten, um die Gründung von Ortsvereinen zu verhindern.”

Die Satudarah hatte 2012 von den Niederlanden aus in Deutschland und vor allem in Nordrhein-Westfalen Fuß gefasst. Mitglieder von Satudarah sind auch in den Niederlanden wegen Drogendelikten, unerlaubtem Waffenbesitz und Drogenverbrechen im Visier der Justiz.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte den Rockerclub am Montag verboten, weil er eine schwerwiegende Gefährdung für die öffentliche Sicherheit darstellt.

(dpa)