Region: Nach Rekordhitze: Gewitter mit Sturmböen im Anmarsch

Region : Nach Rekordhitze: Gewitter mit Sturmböen im Anmarsch

Nach der schwülen Hitze der vergangenen Tage hat der Deutsche Wetterdienst vor drohenden Gewittern mit orkanartigen Böen gewarnt. Bei heftigem Starkregen könne es zu Niederschlägen von bis zu 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit kommen, hieß es in einem am Sonntag verbreiteten Warnlagebericht. Möglich sei auch stärkerer Hagel.

Zuvor komme es bei gefühlten Temperaturen von deutlich über 30 Grad zu einer starken Wärmebelastung. Mit Unwettern sei jedoch nicht flächendeckend zu rechnen, sagte Meteorologe Erwin Hafenrichter. Neben Teilen von Westfalen könne aber auch das Rheinland betroffen sein. Bereits am Montag sei dann mit einer Abkühlung auf etwa 22 bis 24 Grad zu rechnen, bevor dann im Laufe der Woche wieder steigende Temperaturen zu erwarten seien.

Bereits am Samstagnachmittag und in der Nacht zum Sonntag hatten Starkregen und Windböen Polizei und Feuerwehr in einigen Regionen von NRW in Atem gehalten. Die Feuerwehr in Mönchengladbach meldete vollgelaufene Keller und zum Teil unpassierbare Straßen aufgrund des starken Regens. In Ennepetal wurde durch heftigen Regen eine Straße so stark beschädigt, dass eine Vollsperrung notwendig wurde. In Münster und in Bedburg-Hau machten umgestürzte Bäume Wege und Straßen unpassierbar. Personenschäden wurden zunächst jedoch nicht gemeldet.

Hoch „Gerd” hatte Nordrhein-Westfalen zuvor eine Hitzewelle beschert wie seit Jahrzehnten nicht in den letzten Augusttagen. In den vergangenen 80 Jahren habe es Ende August keine vergleichbare Periode von fünf heißen Tagen gegeben, sagte Anne-Kathrin Brätsch, Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in Essen. Auch 2001, 1964, 1944 und 1942 seien im letzten Drittel des Augusts drei bis vier heiße Tage verzeichnet worden. Allerdings nicht fünf Tage in Folge wie in diesem Jahr. Ein heißer Tag hat mindestens 30 Grad Lufttemperatur.

(dpa)
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