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Köln: Nach Kollision mit Polizeiwagen: 23-Jähriger weiter in Lebensgefahr

Köln : Nach Kollision mit Polizeiwagen: 23-Jähriger weiter in Lebensgefahr

Nach dem schweren Zusammenstoß eines Polizeiautos mit einer Fußgängergruppe in Köln ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Fahrer des Streifenwagens.

Der 25-Jährige sei nach bisherigen Erkenntnissen bei roter Ampel zu schnell und ohne Martinshorn in die Kreuzung gefahren, teilte die Polizei am Freitag mit. Es werde wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt ermittelt.

Bei dem Unfall am Dienstagabend war ein Polizeiwagen während eines Einsatzes in der Kölner Innenstadt mit Tempo 70 in eine Fußgängergruppe gefahren. Dabei wurden zwei Menschen schwer verletzt. Ein 23-Jähriger schwebt noch in Lebensgefahr.

Der Streifenwagen war auf dem Weg zum Tatort einer Schlägerei. Als er über die Kreuzung fuhr, musste er einem Lieferwagen ausweichen und raste daraufhin in die Gruppe der Passanten. Der 25 Jahre alte Fahrer des Streifenwagens und sein 26-jähriger Kollege erlitten dabei leichte Verletzungen und einen schweren Schock. Sie haben sich bislang noch nicht zum Geschehen geäußert. Der Lieferwagen-Fahrer ist noch unbekannt und wird als Zeuge gesucht.

Unterdessen prüfe die Staatsanwaltschaft einen Antrag, die polizeilichen Ermittlungen wegen möglicher Befangenheit an eine andere Polizeibehörde zu übergeben. Auch der Kölner Polizeipräsident Klaus Steffenhagen habe darum gebeten, „um Vorwürfen entgegenzutreten, nicht objektiv gearbeitet zu haben”.