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Nach Hitze-Sonntag kommen in NRW Gewitter

30 Grad : Viele Menschen genießen bestes Badewetter in NRW

Darauf hatten viele Menschen im Land gewartet: Endlich Sommer und am Sonntag sogar mit 30 Grad und mehr. Viele tummelten sich in Freibädern und Badeseen. Schon Montag sollte es damit vorbei sein.

Die Menschen in NRW haben am Sonntag den ersten Hitze-Tag des Jahres erlebt. Am Mittag kletterten die Temperaturen in Mönchengladbach und Geldern am Niederrhein auf 30 Grad, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes in Essen sagte. Auch die Nacht zu Montag sollte mancherorts 20 Grad tropisch warm werden. Für die neue Woche standen die Vorzeichen aber auf Abkühlung, Schauer und Gewitter.

Am Wochenende hatten viele Menschen Sonne pur und bestes Badewetter an Seen, in Freibädern und beim Grillen genossen. Bereits ab Samstag wagten sich die ersten Unverfrorenen im Seebad Haltern in das mit 17 Grad noch recht frische Wasser des Stausees. „Die Nordsee ist auch nicht wärmer“, scherzte ein Sprecher. Das Bad verfügt über einen 800 Meter langen Natursandstrand. Dort gab es ein Beachvolleyballturnier.

Auch im Düsseldorfer Freibad „Flossen weg“ suchten viele Menschen Erfrischung und Abkühlung. „Wir sind traditionell ein Familienbad. Besonders Kinder haben bei uns Spaß“, sagte ein Sprecher am Samstag auf Anfrage. Das Wasser im Schwimmbecken sei auf 26 Grad geheizt.

Björn Thatje braucht nicht sagen, dass es an die 30 Grad warm ist, man sieht es am Gesicht des Bademeisters. Er arbeitet im Freibad Dürwiß, und das war am Sonntag voll. Thatje und seine Kollegen hatten viel zu tun. „Mindestens 1500 und bis 1900 Leute sind es sicher über den Tag verteilt“, sagte er am Nachmittag. So viele Badegäste kamen dieses Jahr noch an keinem Tag, es war ja auch noch nicht so heiß, dass Thatje so rot war wie am Sonntag.

Im Freibad in Dürwiß war es am Sonntag voll. Foto: ZVA/Carsten Rose

Seitdem das Freibad am 6. Mai erstmals geöffnet hatte, kamen 2592 Menschen im Mai. Am Samstag, den 1. Juni, waren es 546. Das vergangene Wochenende lässt den ersten Monat also leicht vergessen, vor allem wenn man weiß, dass 2018 im Mai 7390 Gäste da waren, fast drei Mal so viel wie diesen Mai. Björn Thatje war also viel früher viel öfter so rot wie am Sonntag.

Am Montag ist es den Prognosen zufolge mit dem Kaiserwetter schon wieder vorbei. Dann ziehen Wolken auf, die Lage kippt. Ein Tiefdruckgebiet bringt schwül-warme Luft von Nordwesten ins Land. Die ersten Gewitter entladen sich - stellenweise mit viel Regen. Zwar bleibt es auch in den folgenden Tagen mit bis zu 28 Grad verbreitet warm, „aber es brodelt die ganze Woche über“, wie die Expertin vom DWD sagte. Immer wieder werden Schauer und Gewitter erwartet.

(dpa/cro)