Nach Frühling und Sommer bringt auch der Herbst Wetterrekorde

Trocken und warm : Nach Sommer bringt auch der Herbst Wetterrekorde

Nach dem Rekordsommer ist auch der Herbst in NRW ungewöhnlich warm und trocken ausgefallen. Diese vorläufige Bilanz zog der Deutsche Wetterdienste (DWD) nach Angaben vom Donnerstag.

Schon das Wetter im Frühjahr und im Sommer sei ungewöhnlich warm gewesen. Von September bis November habe sich das fast unverändert fortgesetzt. Kältere oder feuchtere Abschnitte blieben kurz und selten.

In NRW wurde dabei der heißeste Tag des Herbstes verzeichnet: Am 18. September wurden in Köln-Wahn sowie in Pabsdorf in Sachsen-Anhalt 33,1 Grad gemessen. Und selbst im Oktober gab es noch meteorologische Sommertage - also Tage, an denen Spitzentemperaturen von mehr als 25 Grad erreicht werden. Etwa in Düsseldorf wurden sieben solcher Tage gemessen.

Mit 10,8 Grad lag der Temperaturdurchschnitt im Herbst in NRW um 1,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode. Damit lag das Bundesland auch etwas über dem Bundesschnitt von 10,5 Grad. Dabei gab es 425 Sonnenscheinstunden. Der Sollwert betrug nur 294 Stunden. Zudem regnete es rund 95 Liter je Quadratmeter - statt des Referenzwertes von 208 Litern.

Auch im Rest von Deutschland war es zu trocken. Nur in den Jahren 1953, 1959 und 1908 habe es im Herbst weniger geregnet. „Schaut man sich aber Sommer und Herbst zusammen an, war es seit Beginn regelmäßiger Messungen 1881 noch nie zuvor so lange so trocken“, sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux.

(dpa)
Mehr von Aachener Zeitung