Wildbienen geht es schlecht: Nabu prüft Volksbegehren für Insekten

Wildbienen geht es schlecht : Nabu prüft Volksbegehren für Insekten

Nach dem Zwischenerfolg eines Volksbegehrens für den Insektenschutz in Bayern will der Naturschutzbund (Nabu) in Nordrhein-Westfalen eine ähnliche Initiative. „Wir prüfen das gerade intensiv“, sagte die Nabu-Sprecherin in NRW, Birgit Königs.

Näheres will der Nabu am Samstag (11.45 Uhr) in Münster bekanntgeben. In Bayern hatten die Initiatoren des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ die notwendige Anzahl von Unterstützern erreicht.

In NRW gebe es noch rund 9000 Insektenarten, sagte Königs. Ihre Zahl gehe aber durch Pestizide und Überdüngung dramatisch zurück. Das bayerische Volksbegehren zielt auf besser vernetzte Biotope und den besseren Schutz von Uferrandstreifen sowie die stärkere Förderung des ökologischen Anbaus. Vor allem die Situation der Wildbienen in NRW sei kritisch, betonte der Sprecher des NRW-Umweltministeriums, Peter Schütz. Die aktuelle Rote Liste NRW stuft 51,6 Prozent der Bienen- und Wespenarten als gefährdet ein.

Mit einem Volksbegehren kann dem Landtag ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, wenn mindestens acht Prozent der Stimmberechtigten unterschreiben - das entspricht rund einer Million Menschen.

(dpa)
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