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Krefeld: Mutmaßlicher Raubmörder legt Teilgeständnis ab

Krefeld : Mutmaßlicher Raubmörder legt Teilgeständnis ab

Ein mutmaßlicher Raubmörder hat am Freitag in Krefeld ein Teilgeständnis abgelegt.

Der 27-Jährige gab beim Prozessauftakt am Landgericht zu, einen zehn Jahre älteren Ukrainer in seiner Wohnung erstochen zu haben. Entgegen der Anklage behauptete er aber, bei einem Trinkgelage mit seinem Opfer in Streit geraten zu sein und dabei zum Messer gegriffen zu haben.

Dass der Ukrainer 11.000 Euro in einem Brustbeutel mit sich führte, will er erst bemerkt haben, als der Mann schon tot war. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte den Mann heimtückisch im Schlaf überfallen und mit einem Stich in den Hals ermordet, um das Geld zu behalten.

Vor der Tat habe er täglich etwa zehn Flaschen Bier und ein Gramm Heroin konsumiert - er habe dringend Geld gebraucht, sagte der Angeklagte. Der 27-Jährige soll seinem späteren Opfer im Juni vergangenen Jahres gegen 50 Euro zunächst einen Schlafplatz in seiner Wohnung verkauft haben.

Der Ukrainer wollte in Deutschland Gebrauchtwagen kaufen und war dazu mit einem Reisebus nach Düsseldorf gekomen. Auf der Suche nach einem Schlafplatz hatte er dann den Russlanddeutschen kennengelernt, weil dieser ebenfalls russisch sprach.

Die nur mit Unterwäsche bekleidete Leiche des 37-Jährigen war in einem Sack, wie er auf Baustellen verwendet wird, in der Nähe einer Abfahrt der Autobahn 3 zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden abgelegt worden. Ein Waldarbeiter hatte die verwesende Leiche bei Hünxe entdeckt. Das Mordopfer konnte anhand von Vermisstenmeldungen identifiziert werden. Das Landgericht Krefeld hat für den Fall vier Verhandlungstage angesetzt.