Mutmaßliche IS-Terroristin aus Deutschland vor Gericht

Geständnis abgelegt : Urteil gegen mutmaßliche IS-Terroristin aus Bochum erwartet

Sie wurde misshandelt, auf den Strich geschickt und war drogenabhängig. Dann ging sie nach Syrien und heiratete IS-Kämpfer Mario. Nun droht der Bochumerin eine Verurteilung als IS-Terroristin.

Einer Prostituierten aus Bochum droht an diesem Dienstag ab 10.30 Uhr am Düsseldorfer Oberlandesgericht eine Verurteilung als IS-Terroristin. Die Bundesanwaltschaft hat für die 27-Jährige drei Jahre Haft beantragt. Sie habe ein glaubhaftes Geständnis abgelegt.

Die Verteidiger stellten dagegen die Mitgliedschaft bei der Terrormiliz Islamischer Staat in Frage: Ihre Mandantin habe sich in einen IS-Kämpfer verliebt, aber ansonsten mit der Terrorgruppe wenig zu tun gehabt. Sie beantragten zwei Jahre und drei Monate Haft sowie die Aussetzung des Haftbefehls.

Schon in ihrer Kindheit sei die Angeklagte Opfer der Gewalt ihres Vaters und anderer Männer geworden, ins Rotlichtmilieu abgerutscht, drogenabhängig gewesen. Laut Anklage hatte sie in Syrien eine Kalaschnikow mit Munition und einen Sprengstoffgürtel besessen. Der Prozess hatte im September begonnen.

(dpa)