Viersen: Mutmaßliche Brandstiftung: 104-Jährige aus brennenden Haus in Viersen gerettet

Viersen : Mutmaßliche Brandstiftung: 104-Jährige aus brennenden Haus in Viersen gerettet

Eine 104-Jährige ist in der Nacht zum Mittwoch aus einem brennenden Mehrfamilienhaus in Viersen gerettet worden. Die Frau wurde nach Angaben der Feuerwehr bei dem Kellerbrand nicht verletzt, kam aber mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus.

Die Polizei geht von einer Brandstiftung aus. Im Keller des Hauses seien sehr wahrscheinlich in den späteren Abend- oder Nachtstunden Gegenstände angesteckt worden. Nicht das erste Mal: In dem Gebäude waren laut Polizei bereits wiederholt Feuer ausgebrochen, bei denen Brandstiftung als Ursache vermutet wurde.

Das Haus, in dem 59 Menschen gemeldet sind, war nach dem Brand zunächst nicht mehr zu bewohnen, wie die Stadt Viersen mitteilte. Foto: Jungmann

Das Haus, in dem 59 Menschen gemeldet sind, war wegen des Feuers im Keller evakuiert worden. 14 Bewohner verbrachten den Rest der Nacht in einer Turnhalle, andere kamen bei Freunden oder Verwandten unter. Die 104-jährige Frau wurde getrennt untergebracht: „Wir wollten sie in dem hohen Alter bestens versorgen”, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. „Wir haben ihr ein schönes Zimmer organisiert.” Die Frau habe in den kommenden Tagen Geburtstag.

Das Haus, in dem 59 Menschen gemeldet sind, war nach dem Brand zunächst nicht mehr zu bewohnen, wie die Stadt Viersen mitteilte. Foto: Jungmann

Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht, etwa 70 Einsatzkräfte waren vor Ort. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Wegen der starken Rauchentwicklung hätten beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits einige Bewohner auf ihren Balkonen gestanden.

(dpa)
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