Düsseldorf: Mutmaßliche Altstadt-Schläger in Haft: Opfer behält Hirnschaden

Düsseldorf: Mutmaßliche Altstadt-Schläger in Haft: Opfer behält Hirnschaden

Drei vorbestrafte Duisburger sollen für die äußerst brutale Attacke auf einen Kellner in der Düsseldorfer Altstadt verantwortlich sein.

Ein Richter habe das Trio wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Untersuchungshaft geschickt, gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Düsseldorf bekannt. Die 18, 19 und 20 Jahre alten Männer sollen dem 33-Jährigen mit Tritten und Hieben den Schädel zertrümmert und weitere „multiple Verletzungen” zugefügt haben.

Das Opfer wäre ohne sofortige intensivmedizinische Behandlung noch am Tatort gestorben, betonte Staatsanwältin Britta Schreiber. Der Mann sei auch drei Wochen nach der Tat nach wie vor in Lebensgefahr, habe „multiple Verletzungen” und werde „schwere bis schwerste Hirnschäden” zurückbehalten. Die Täter hätten sich durch außergewöhnliche Brutalität hervorgetan.

Von allen drei Verdächtigen waren DNA-Spuren und Fingerabdrücke am Tatort sichergestellt worden. Zwei von ihnen waren damit bereits identifiziert, weil sie in den Datenbanken der Polizei registriert waren.

Der 20-jährige Verdächtige war am Montag in Duisburg in einem gestohlenen Auto erwischt und festgenommen worden. Er war erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen worden und habe „eine ganze Reihe von Vorstrafen”, auch wegen Gewalttaten. Eine Spezialeinheit der Polizei stoppte einen fast zwei Meter großen 18-jährigen Hünen, der dritte Verdächtige ließ sich widerstandslos festnehmen. Alle drei hätten ihre Beteiligung an dem Verbrechen grundsätzlich eingeräumt.

Schläger hatten in der Düsseldorfer Altstadt eine friedlich feiernde Gruppe angegriffen und einem Kellner den Schädel zertrümmert. Er erlitt neben dem Schädelbruch eine Hirnblutung. Eine Videokamera der Polizei in der Altstadt hatte zwei der Verdächtigen nach der Tat aufgezeichnet.

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