Leverkusen: Museum Morsbroich zeigt „Slow Paintings”

Leverkusen: Museum Morsbroich zeigt „Slow Paintings”

Eine Ausstellung im Leverkusener Museum Morsbroich beschäftigt sich ab heute (22. November) mit dem Zusammenhang von Kunst und dem Tempo ihrer Entstehung.

Dabei konzentriert sich die Schau „Slow Paintings” auf Bilder der letzten fünf Jahrzehnte, wie eine Museumssprecherin mitteilte. Gezeigt werden 60 Werke von 32 international bekannten Künstlerinnen und Künstlern.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein war das Malen von Gemälden ein äußerst aufwendiger Prozess. Mit der Industrialisierung der Malutensilien und der Erfindung neuer Farben im 20. Jahrhundert kam es zu einer erheblichen Beschleunigung des Malvorgangs. Im Gegenzug dazu gibt es jedoch auch eine Malerei, die in demonstrativer Absetzung von Hektik und Geschwindigkeit den Werkprozess zum Ritual erklärt.

So fügt der Maler Ad Reinhardt bis zu hundert lasierte Farbschichten zu einem spektakulären Werk zusammen. Raúl Cordero malt über eine Woche hinweg jeden Tag dasselbe Motiv und notiert auf den Bildern seinen jeweiligen Zeit- und Kalorienverbrauch. Eigens für die Ausstellung konzipiert sind zwei Wandgemälde des türkischen Künstlers Ekrem Yalçinda und des Argentiniers Pablo Siquier.

Die Ausstellung wird bis 7. Februar gezeigt. Das Museum ist dienstags von 11.00 bis 21.00 Uhr sowie Mittwoch bis Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

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