Brunssum: Mordfall Nicky Verstappen: Auch Deutsche geben ihre DNA ab

Brunssum : Mordfall Nicky Verstappen: Auch Deutsche geben ihre DNA ab

Am Anfang hatte sich die Polizei noch zufrieden gezeigt, doch inzwischen ist die Bereitschaft, sich an der größten DNA-Verwandtschaftsuntersuchung in der niederländischen Kriminalgeschichte zu beteiligen, gesunken. Zunächst kamen fast 1000 Männer pro Tag in die sieben Abgabestellen in Brunssum, Heibloem, Landgraaf und Heerlen. In der zweiten Woche waren es schon deutlich weniger.

Insgesamt haben in diesem Gebiet 17.500 Männer eine Aufforderung bekommen, eine Speichelprobe abzugeben, um den Tod des Jungen Nicky Verstappen doch noch aufzuklären. Im August 1998 war der Elfjährige aus einem Ferienlager in der Brunssumer Heide verschwunden und 40 Stunden später tot aufgefunden worden.

An der Kleidung der Leiche war die DNA eines unbekannten Mannes gefunden worden. Etwa drei Viertel der Angeschriebenen sind der Aufforderung bisher nachgekommen. Die restlichen haben jetzt noch eine Woche Zeit, zur Lösung des rätselhaften Falles beizutragen. Eine hohe Beteiligungsquote wäre dafür die beste Voraussetzung.

Allerdings sind auch Männer erschienen, die keine Aufforderung bekommen hatten, auch auf deutscher Seite des Grenzgebietes nordwestlich von Aachen. Zudem muss abgewartet werden, wie viele der 4000 angeschriebenen Männer, die 1998 in dem Gebiet gewohnt hatten und mittlerweile weggezogen sind, sich an der Untersuchung beteiligen.

(hau)