Eupen/Bonn: Mord in Eupen: Polizei steht vor Rätsel

Eupen/Bonn: Mord in Eupen: Polizei steht vor Rätsel

Ein Familienvater verlässt seine Arbeitsstelle in Bonn, kommt später nicht nach Hause und wird an einer belgischen Talsperre tot mit einem Kopfschuss gefunden.

Trotz mehrerer Hinweise aus der Bevölkerung gibt es gut eine Woche nach dem rätselhaften Mord noch keine heiße Spur, teilte die Bonner Polizei am Donnerstag mit. Die Bonner Behörde übernahm die Ermittlungen von den Koblenzer Kollegen und ermittelt in der „Soko Talsperre”.

Das 49-jährige Opfer fuhr vor gut einer Woche mittags mit seinem Auto vom Arbeitsplatz in Bonn-Beuel-Pützchen weg. Die Ermittler wissen nicht, wo er hin wollte. Als er am Nachmittag nicht nach Hause kam, gab seine Frau eine Vermisstenanzeige auf.

Einen Tag später entdeckten Spaziergänger in einem Waldgebiet an der Talsperre in Eupen seine Leiche. „Er ist mit einem Kopfschuss ermordet worden”, stellte die Polizei fest. Wahrscheinlich habe das Opfer Bonn nicht lebend verlassen. Der oder die Täter hätten die Leiche im Auto des Opfers nach Belgien transportiert.

Noch Tage nach dem Verschwinden wollen Zeugen dieses Auto mehrfach in Bonn gesehen haben, mit zwei Männern darin. Diese beiden Tatverdächtigen sucht die Polizei mit Phantombildern auf Plakaten und Flugblättern.

Das Landeskriminalamt in Düsseldorf untersucht am Fundort der Leiche gefundene Gegenstände auf mögliche Spuren des Täters. Spezialisten untersuchen das Auto des Opfers, das Tage später in Siegburg auftauchte. Es gebe eine enge Zusammenarbeit mit den belgischen Behörden, sagte Kreft.