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In eigener Sache: Mit einer starken lokalen Medienmarke in die Zukunft

In eigener Sache : Mit einer starken lokalen Medienmarke in die Zukunft

Die Medienhaus Aachen GmbH verschmilzt zum Jahreswechsel 2022/23 die Titel ihrer beiden regionalen Tageszeitungen zum gemeinsamen Titel „Aachener Zeitung“ und sichert den Fortbestand der Druckausgabe und den Ausbau des Digital-Angebots.

Die Abonnentinnen und Abonnenten der „Aachener Nachrichten“ werden die ihnen vertraute Lokalzeitung künftig unter einem neuen und doch bekannten Namen im Briefkasten finden: „Aachener Zeitung.“ Die Medienhaus Aachen GmbH wird als Herausgeber der beiden Tageszeitungen die „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“ sowie die dazugehörigen Lokalausgaben in der Region Aachen-Düren-Heinsberg ab dem Jahreswechsel 2022/23 verschmelzen. Die bekannten Titel („Eifeler Zeitung“, „Dürener Zeitung“, „Heinsberger Zeitung“ usw.) bleiben erhalten.

Beide Zeitungen unterscheiden sich bereits heute im Wesentlichen nur noch durch die Zeitungsnamen sowie die Markenfarben Blau und Gelb. Inhaltlich sind die beiden Zeitungen bereits seit einigen Jahren fast identisch. 

„Während die Zahl unserer Digitalabonnenten ständig wächst, sinkt die Zahl der Abonnenten unserer gedruckten Zeitung. Unsere Druckauflagen haben ein Niveau erreicht, auf dem die getrennte Produktion von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten in der Druckerei einen nicht mehr vertretbaren Aufwand erzeugt“, erläutert Andreas Müller, Geschäftsführer der Medienhaus Aachen GmbH. „Wir stoppen die Druckmaschinen nach wenigen Minuten Laufzeit, nur um den Zeitungstitel und die Farbe zu wechseln. Das ist wirtschaftlich und aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht mehr verantwortbar.“  

Parallel zu den Druckausgaben werden auch die Digitalausgaben auf www.aachener-zeitung.de verschmolzen. Nele Toye, Leiterin des Lesermarktes im Medienhaus Aachen: „Durch die Vereinigung der technischen Plattformen von ‚Aachener Zeitung‘ und ‚Aachener Nachrichten‘ erreichen wir eine höhere Sichtbarkeit für unser journalistisches Angebot. Das hilft uns, unsere Digitalangebote besser als bislang auszuspielen.“

Die gemeinsame Redaktion der Tageszeitungen wird künftig ihren Fokus komplett auf die Marke „Aachener Zeitung“ richten. „Es ergibt einfach keinen Sinn mehr, zwei inhaltlich identische Zeitungen weiterhin zu produzieren. Das bedeutet für die ‚Nachrichten‘-Leserinnen und -Leser, dass der Titel und die Farbe geändert werden. Ansonsten erhalten sie die ihnen vertraute Zeitung“, verspricht Chefredakteur Thomas Thelen mit Blick auf die gedruckte Zeitung und das E-Paper.

Für die Leserinnen und Leser der „Aachener Zeitung“ ändert sich nichts. „Beide Zeitungen werden seit 2003 von einer Redaktion produziert. Diese Redaktion weiß um ihre journalistische Verantwortung für die Gesellschaft und wird diese Verantwortung wie in der Vergangenheit mit großem Engagement fortführen.“ 

Auf einen möglichen Einwand, dass die Meinungsvielfalt durch die Zusammenlegung verloren gehen könnte, sagt Thelen: „Einst standen die ‚Aachener Nachrichten‘ für eine links-liberale Orientierung, wohingegen die ‚Aachener Zeitung‘ eher dem konservativen Milieu zugeschrieben werden konnte. Diese Zeiten der klaren politischen Ausrichtung von Medien sind lange vorbei.“

Heutzutage seien es die Themen, die zählen. „Unser Anspruch ist, diese Themen im Wissen um eine zunehmend pluralistische Gesellschaft zu ergründen, zu beleuchten und einzuordnen“, sagt der Chefredakteur: „Wir können festhalten, dass wir die Breite der Gesellschaft in der Redaktion spiegeln und mit einem sehr meinungsstarken Team das Leben in unserer Region begleiten. Unsere Aufgabe ist heute, das Forum für den Dialog, die Debatte und die Auseinandersetzung anzubieten.“

Das Medienhaus stellt sich mit dem aktuellen Schritt für die Zukunft auf. Andreas Müller sagt: „Die Verschmelzung dient auch dazu, die Lebensdauer der gedruckten Regionalzeitung zu verlängern und unser digitales Geschäft noch weiter nach vorne zu entwickeln.“

Thomas Thelen bringt die Idee auf den Punkt: „Wir möchten, dass unsere Leserinnen und Leser unseren guten Lokaljournalismus so lesen, hören und schauen können, wie sie es möchten. Egal, ob gedruckt, als E-Paper oder im Web. Deshalb haben wir unser Angebot im Netz vor Kurzem für alle Printkunden freigeschaltet.“ Infos hierzu finden Sie unter: www.aachener-zeitung.de/komplett

Fragen zur Verschmelzung der Zeitungstitel gerne per Mail an: geschaeftsfuehrung@medienhausaachen.de

(red)