Aachen: Mit der Idee der Masterarbeit die Weltmeere retten

Aachen : Mit der Idee der Masterarbeit die Weltmeere retten

In ihrer Masterarbeit hat sich Marcella Hansch mit einer Recycling-Methode für Plastik aus Gewässern beschäftigt — jetzt soll die Realisierung näher rücken.

Forschung ist teuer. Das bekommt Marcella Hansch mit ihrem Projekt „Pacific Garbage Screening“ zurzeit deutlich zu spüren. Eigentlich nur als Thema ihrer Masterarbeit in Architektur gedacht, wird ihre Recycling-Idee, bei der Plastik aus den Weltmeeren nicht nur gefiltert, sondern auch verwertet wird, allmählich real. Dass eine Realisierung allerdings überhaupt möglich ist, hätte sie im vorhinein gar nicht gedacht: „Das war nie der Plan, ist aber megacool“, sagt sie, als sie auf die Anfänge zurückblickt. Mittlerweile arbeiten für den frisch gegründeten Verein der 30-Jährigen zwölf Ehrenamtler. „Wir würden gerne eine feste Forschungsstelle an der Universität einrichten“, spricht Hansch über den nächsten nötigen Schritt. Um in der Grundlagenforschung weiterzukommen, braucht Hanschs Team genügend Spenden.

In Zusammenarbeit mit dem Apollo Kino in der Aachener Pontstraße wird die Projektgruppe den Film „A Plastic Ocean“ erstmalig in ungekürzter Originalfassung zeigen, weitere Vorstellungen in Köln und anderen Städten sind auch geplant. „Damit wollen wir nicht nur auf uns, sondern auf die eigentliche Problematik aufmerksam machen“, sagt Hansch. Weiter erzählt sie: „Wir müssen vor der eigenen Haustür anfangen. Unser Endprodukt soll nicht nur im Ozean, sondern auch in Flüssen der Region zum Einsatz kommen.“ Die Veranstaltung findet am Dienstag, 20.15 Uhr, statt. „Im Idealfall finden wir dabei auch ein paar Geldgeber“, sagt Hansch.

Dann kann mit dem Bau eines Prototyps ein weiterer Schritt gegangen werden. Denn: „In der Theorie könnte alles funktionieren; wir müssen jetzt unsere Annahmen bestätigen.“

(tys)