Züge noch nicht zugelassen: Mit Bus statt Bahn von Aachen nach Maastricht

Züge noch nicht zugelassen: Mit Bus statt Bahn von Aachen nach Maastricht

Der neue Zugfahrplan tritt in Kraft, und es fährt: ein Bus. Nachdem die Bahnstrecke zwischen Heerlen und Herzogenrath nun elektrifiziert ist, fährt der Regionalexpress RE18 stündlich zwischen Aachen und Maastricht.

Im nächsten Sommer soll die neue Verbindung bis in belgische Lüttich verlängert werden. Das ist der schöne Plan, in das Infrastrukturprojekt werden etwa 70 Millionen Euro investiert, die alten Dieselzüge landen auf dem Abstellgleis.

Es gibt nur ein kleineres Problem, das kurzfristig erkennbar wurde. Das deutsche Zulassungsverfahren für die neuen Züge auf der nun elektrifizierten Strecke ist noch nicht abgeschlossen. Bislang sind die Züge nicht freigegeben, deswegen hat die grenzüberschreitende Linie ein kleines Manko: Sie fährt nicht.

Zum Auftakt am Sonntag ist so ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Heerlen und dem ­Aachener Hauptbahnhof eingerichtet. Reisende müssen wochenlang mit längeren Fahrzeiten rechnen.

Die Busse verkehren analog zum neuen Fahrplan im Stundentakt und halten in Heerlen, Landgraaf, in Eygelshoven, in Herzogenrath, in Aachen-West und am Hauptbahnhof. Wie lange so improvisiert werden muss, ist offen. Noch ist das Eisenbahnbundesamt am Zug.

(pa)
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