Berlin: Mircos Eltern vergeben dem Mörder ihres Sohnes

Berlin: Mircos Eltern vergeben dem Mörder ihres Sohnes

Die Eltern des 2010 getöteten Mirco haben dem Mörder ihres Sohnes vergeben. „Wenn ich allein meiner Natur als Mensch folgte, könnte ich nur fordern, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Aber den Mörder zu töten, gibt mir keinen Frieden; ihm zu vergeben dagegen schon”, sagte Reinhard Schlitter im Interview mit der „Welt am Sonntag”.

Der 44-Jährige hat gemeinsam mit seiner Frau Sandra und dem Journalisten Christoph Fasel ein Buch über seinen Sohn geschrieben, das am 6. September unter dem Titel „Mirco. Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen” im Adeo-Verlag erscheint.

Mirco verschwand im September 2010 im nordrhein-westfälischen Grefrath auf dem Heimweg von der Skaterbahn. 145 Tage lang suchte die Polizei nach dem zehnjährigen Jungen. Dann wurde er entdeckt: entführt, missbraucht und erdrosselt. Sein Mörder, ein 45 Jahre alter Familienvater, wurde ein Jahr später zu lebenslanger Haft verurteilt.

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