Mindestsicherung in NRW und Region Aachen/Düren/Heinsberg

Mindestsicherung in der Region : Jeder Neunte bekommt in NRW Geld vom Staat

In Nordrhein-Westfalen haben Ende 2018 zwei Millionen Menschen eine Mindestsicherung erhalten, etwa vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In der Region beziehen besonders in der Eifel wenige Menschen die Mindestsicherung.

Wie das Statistische Landesamt NRW am Montag mitteilte, war zum Jahresende jeder Neunte auf Geld vom Staat angewiesen. Die größte Empfängergruppe der erwerbsfähigen Arbeitslosen und ihrer Angehörigen, die eine Grundsicherung im Hartz-IV-System bekamen, schrumpfte erstmals seit 2011 - auf rund 1,6 Millionen Menschen. Mögliche Gründe dafür sind laut NRW-Sozialministerium die gute wirtschaftliche Lage sowie die flächendeckende Einführung des Mindestlohns 2018.

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nahm hingegen weiter zu und stieg laut Statistik auf gut 280.000 Menschen. Die Zahl der Asylbewerber, die 2018 Mindestsicherung erhielten, sank um fast 20 Prozent auf knapp 100.000 Menschen.

Den höchsten Anteil an Grundsicherungsempfängern hatte Gelsenkirchen, wo 22,3 Prozent der Bevölkerung Leistungen erhielten. In der Region wies die Stadt Düren mit 16,6 Prozent den höchsten Anteil auf. Darauf folgen die Städte Eschweiler (13,6 Prozent) und Stolberg (13,2 Prozent). Etwas besser sieht es in der Stadt Aachen aus: Dort erhalten 12,4 Prozent der Menschen eine Mindestsicherung.

Die niedrigste Quote aller 396 Städte und Gemeinden des Landes NRW wies die Gemeinde Schöppingen im Kreis Borken mit 2,7 Prozent auf. Nicht viel höher liegt die Spitzengemeinde der Region: In Roetgen erhält nur 3,2 Prozent der Bevölkerung eine Mindestsicherung. Die drei Nordeifelkommunen schneiden alle gut ab. In Monschau bekommen 4,2 Prozent der Menschen Geld vom Staat, in Simmerath mit 4,9 Prozent nur wenige mehr. Auch andere Gemeinden der Region weisen gute Anteile auf: Hürtgenwald (3,9 Prozent), Selfkant (4,3 Prozent), Waldfeucht (4,4 Prozent), Titz (4,7 Prozent) und Langerwehe (4,8 Prozent) blieben alle unter der 5-Prozent-Hürde.

(jas/dpa)