Köln: Menschenkette um den Kölner Dom

Köln: Menschenkette um den Kölner Dom

Rund 350 Menschen haben am Samstag eine Menschenkette um den Kölner Dom gebildet. Damit wollte das entwicklungspolitische Bündnis „erlassjahr.de” an das Schicksal der Bevölkerungen in den ärmsten Ländern der Welt erinnern.

Unter dem Motto „Mit Schulden fair verfahren - damit nicht die Armen die Krise bezahlen” fordern sie nach eigenen Angaben ein internationales Insolvenzverfahren. Ein solches Verfahren würde überschuldeten Staaten einen fairen und transparenten Umgang mit Schulden ermöglichen und den Ärmsten eine Chance zur Verbesserung der eigenen Situation geben, hieß es.

Das Bündnis erinnerte mit der Aktion gleichzeitig an die Menschenkette vor zehn Jahren. Zum G7-Gipfel im Juni 1999 hatten sich 40.000 Demonstranten aus 50 Nationen mit einer Menschenkette für den Schuldenerlass der Entwicklungsländer eingesetzt. Hand in Hand umrundeten sie die Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen in der Kölner Innenstadt und übergaben dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zudem 17 Millionen Unterschriften mit ihren Forderungen.