Partynacht und Polizeieinsatz: Menschen in NRW feiern in neues Jahrzehnt

Partynacht und Polizeieinsatz : Menschen in NRW feiern in neues Jahrzehnt

In dieser Nacht lassen es viele krachen: Mit Raketen, Böllern und oft auch feucht-fröhlich begrüßen die Menschen im Westen das neue Jahr. Damit die Silvesternacht friedlich bleibt, ist die Polizei im Großeinsatz.

Knallende Korken, gute Wetteraussichten und tausende Polizisten im Einsatz: Mit Partys und zahlreichen Feuerwerken wollen die Menschen in Nordrhein-Westfalen am Dienstag ins neue Jahrzehnt feiern. Etwa 4800 Polizisten sollen an Silvester im bevölkerungsreichsten Bundesland für Sicherheit sorgen. Besonders in den Großstädten werde die Polizei vor Ort präsent und ansprechbar sein, hatte das Innenministerium vorab mitgeteilt. Die Beamten seien aufgefordert, bei Störungen der öffentlichen Sicherheit und Gewalttätigkeiten offensiv und konsequent einzuschreiten.

Die Gewerkschaften von Polizei und Feuerwehr mahnten ein respektvolles Verhalten gegenüber Einsatzkräften an. Respektlosigkeit bis hin zu körperlicher Gewalt gegen Mitarbeiter von Rettungsdiensten und Polizei nehmen seit Jahren zu, wie die Gewerkschaften beklagten. Auch in dieser Silvesternacht seien wieder Attacken auf Einsatzkräfte zu befürchten.

In einigen Großstädten wie Köln, Düsseldorf, aber auch Bielefeld, Dortmund und erstmals Aachen wurden böllerfreie Zonen eingerichtet. Hintergrund sind jedoch Sicherheitsbedenken und nicht die in diesem Jahr besonders polarisiert geführte Debatte um die von Naturschützern beklagten Auswirkungen des privaten Feuerwerks auf die Umwelt, wie es hieß.

Vor allem Umwelt- und Tierschutz werden als Argumente gegen die Knallerei angeführt: Es gelange eine enorme Mengen an Feinstaub in die Luft und viel Plastikmüll bleibe in den Straßen liegen, sagen Kritiker. Auch Tierschützer klagen über den Lärm von Böllern und Raketen.

Die Pyrotechnikbranche geht davon aus, dass die Debatte den Umsätzen mit Böllern und Raketen nicht schadet. Privates Feuerwerk zu Silvester gehöre für viele dazu und sei nach wie vor zeitgemäß, betonte der Verband der pyrotechnischen Industrie. Im vergangenen Jahr setzte die Branche in Deutschland 133 Millionen Euro um, in diesem Jahr sei von ähnlichen Summen auszugehen.

Das Wetter dürfte einem guten Start ins Jahr 2020 nicht entgegenstehen: Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll es trocken bleiben und allenfalls ein schwacher Wind wehen. Das vorherrschende Hochdruckwetter sei jedoch dafür verantwortlich, dass spätestens mit dem freigesetzten Feinstaub durch die Böllerei um Mitternacht dichter Nebel aufziehen könne. Zudem müssen sich Feuerwerksfans warm anziehen: Die Temperaturen liegen laut DWD bei minus 1 bis minus 4 Grad.

(dpa)