Mehr Polizei-Präsenz schon vor Beginn der Weihnachtsmärkte

Abstrakt hohe Gefahr : Mehr Polizei-Präsenz schon vor Beginn der Weihnachtsmärkte

Nach der Schießerei mit Toten am Rande eines Weihnachtsmarktes in Straßburg werden die Sicherheitsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen nach einer erster Einschätzung des Innenministeriums zunächst nicht weiter erhöht.

„Wir haben unsere Polizeibehörden schon vor Beginn der Weihnachtsmärkte angewiesen, deutlich mehr sichtbare Präsenz zu zeigen“, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Dies sei auch umgesetzt worden.

Die Sicherheitsmaßnahmen vor dem Weihnachtsfest sind vielerorts bereits enorm: Mit Informationen per App, Kamera-Überwachung und den inzwischen bekannten Betonsperren versuchen Veranstalter und Polizei zum Beispiel, den Frankfurter Weihnachtsmarkt zu schützen. „Wir haben in den letzten Jahren derart aufgerüstet, mehr ist einfach nicht mehr möglich“, hatte der Veranstaltungsleiter des Marktes, Kurt Stroscher, gesagt. Als Steigerung könne man den Weihnachtsmarkt nur noch absagen oder in einem Kasernenhof stattfinden lassen.

Es gebe keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne in NRW, gleichwohl eine abstrakt hohe Gefahr. „Wir werden das ganz genau beobachten, wie sich die Lage weiter entwickelt“, betonte der Sprecher des Innenministeriums. Wenn es erforderlich sein sollte, werde auf eine veränderte Sicherheitslage entsprechend reagiert. Es gebe keine Hinweise auf einen Bezug der Straßburger Schüsse zu NRW.

Ein vermutlich radikalisierter 29-Jähriger hatte am Dienstagabend mitten in der Weihnachtssaison in der Straßburger Innenstadt am Rande des Weihnachtsmarktes das Feuer eröffnet. Nach Angaben der regionalen Verwaltung wurden drei Menschen getötet und 13 verletzt. Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach dem geflüchteten Mann.

(dpa)