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NRW verlängert Stipendium: Mehr Frauen sollen Unternehmen gründen

NRW verlängert Stipendium : Mehr Frauen sollen Unternehmen gründen

Nordrhein-Westfalen will mehr Frauen zur Gründung eines Unternehmens ermutigen. Bundesweit seien im vergangenen Jahr nur 15,7 Prozent aller Gründungen eines Start-ups auf Frauen entfallen, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Montag.

„Es bedarf mehr weiblicher Vorbilder, es Bedarf auch mehr weiblicher Geldgeber und Investoren“, sagte Pinkwart.

Auch bei dem vom Land NRW vergebenen Gründungsstipendium gebe es ein Frauendefizit, betonte Pinkwart. Unter den knapp 1800 Personen, die in den vergangenen zwei Jahren ein Stipendium erhalten hätten, seien nur 23 Prozent Frauen gewesen. Um Frauen stärker für den Weg in die Selbstständigkeit zu interessieren, fördere das Land ein Projekt an der Universität Wuppertal, aus dem ein landesweites Netzwerk für gründungsinteressierte Frauen werden solle.

Das Gründungsstipendium NRW werde um drei Jahre bis zum Sommer 2024 verlängert, kündigte Pinkwart an. Mit dem Stipendium erhalten pro Projekt bis zu drei Gründerinnen und Gründer ein Jahr lang jeweils 1000 Euro monatlich. Die bisher ausgewählten und 1800 Stipendiatinnen und Stipendiaten hätten insgesamt gut 2000 Arbeitsplätze geschaffen.

NRW habe das Ziel, bis zum Jahr 2025 zu den Top Ten der europaweit führenden Start-up-Regionen zu zählen, sagte Pinkwart weiter. Dazu sollten auch mehr Gründerinnen und Gründer aus dem Ausland nach NRW geholt werden. Die Zahl der Unternehmensgründungen ist in NRW, wie in ganz Deutschland, zuletzt zurückgegangen. Im vergangenen Jahr gab es rund 81 500 Gründungen in NRW, davon rund die Hälfte im Rheinland. Im Ruhrgebiet waren es laut Pinkwart etwa 23.000, in Westfalen 18.000.

(dpa)