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Insgesamt knapp 20.000 Tonnen: Mehr Atomtransporte in NRW im vergangenen Jahr

Insgesamt knapp 20.000 Tonnen : Mehr Atomtransporte in NRW im vergangenen Jahr

Die Zahl der Atomtransporte in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr gestiegen. 2019 gab es 1436 genehmigungspflichtige Transporte mit radioaktivem Material.

Das waren 16 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie die Grünen-Abgeordnete im Düsseldorfer Landtag, Wibke Brems, aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage berichtete. Demnach habe sich die transportierte Menge an radioaktiven Abfällen und Brennelementen 2019 gegenüber dem Vorjahr um 6067 Tonnen oder 44 Prozent auf knapp 20.000 Tonnen erhöht. Die „Rheinische Post“ berichtete.

„Für die Zunahme der transportierten Masse ist, wie schon 2018, ganz maßgeblich die Uranaufbereitungsanlage (UAA) in Gronau verantwortlich“, erklärte die Abgeordnete.

Aus Gronau im Münsterland seien 158 Ausfuhren mit fast 10.000 Tonnen angereichertem oder abgereicherten Uranhexafluorid durchgeführt worden. Von Atomausstieg sei in NRW nichts zu sehen, stattdessen gebe es von Jahr zu Jahr mehr Atomtransporte, kritisierte die Grünen-Politikerin. Beschlossen ist, dass Deutschland bis Ende 2022 aus der Atomenergie aussteigt.

(dpa)