Fast 1500 Ordnungswidrigkeiten: Mehr als 100 E-Scooter-Unfälle mit gravierenden Folgen in NRW

Fast 1500 Ordnungswidrigkeiten : Mehr als 100 E-Scooter-Unfälle mit gravierenden Folgen in NRW

Die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen haben seit der offiziellen Erlaubnis für elektrische Tretroller Mitte Juni 2019 bereits 116 meldepflichtige Unfälle mit E-Scootern erfasst. Fast immer waren die E-Scooter-Fahrer die Hauptschuldigen.

Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) auf eine Anfrage fraktionsloser Landtagsabgeordneter hervor. In die Statistik sind demnach ausschließlich Unfälle mit schweren Personen- oder Sachschäden eingeflossen, die bis Anfang Dezember 2019 bekannt waren.

In 101 der 116 Verkehrsunfälle hätten Führer der E-Scooter „nach dem ersten Anschein die wesentlichste Ursache für den Verkehrsunfall gesetzt“, berichtete Reul. Zahlen über betroffene Fußgänger konnte der Minister nicht nennen. Besonders Großstädte haben seit Einführung der E-Scooter zahlreiche Unfälle zu verbuchen. Seit dem 14. Juni sind bei der NRW-Polizei den Angaben zufolge bis zum 6. Dezember insgesamt fast 1500 Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit den kleinen Elektrofahrzeugen registriert worden.

Auch in Aachen kam es zu Zwischenfällen mit den mobilen Gefährten: Im Dezember wurde eine Frau im angetrunkenen Zustand nach einem waghalsigen Fahrmanöver von der Polizei gestoppt, zudem kam es auf dem Adalbertsteinweg zu einem Unfall. Auch hier war der Fahrer angetrunken.

(red/dpa)