Düsseldorf: Medizinfachmesse Medica öffnet mit Rekordbeteiligung

Düsseldorf: Medizinfachmesse Medica öffnet mit Rekordbeteiligung

Mit einer Rekordbeteiligung von rund 4570 Ausstellern aus mehr als 60 Ländern hat am Mittwoch die weltgrößte Medizinfachmesse Medica in Düsseldorf ihre Tore geöffnet.

Bis Samstag präsentiert die Medizintechnik-Branche Neuheiten von der Labortechnik über Diagnosegeräte bis zur Einrichtung von OP-Sälen und Arztpraxen. Die Messe, zu der rund 135.000 Fachbesucher erwartet werden, steht dieses Jahr im Zeichen der zunehmenden Vernetzung und mobilen Gesundheitsversorgung mit Hilfe von Smartphones und Mini-Computern.

In der Gesundheitspolitik müssten die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen, sagten EU-Gesundheitskommissar John Dalli und die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) bei einem Treffen in Düsseldorf. Steffens: „Technik eröffnet heute exzellente medizinische Versorgungsmöglichkeiten, sie darf aber kein Selbstzweck sein.”

Steffens kritisierte die von der EU geplante Anhebung der Schulbildung von zehn auf zwölf Jahre für den Zugang zur Ausbildung in der Krankenpflege. Zwar würden angesichts immer komplexerer Aufgaben qualifizierte Fachkräfte in der Pflege und Gesundheitsversorgung gebraucht. Ein längerer Schulbesuch würde den Fachkräftemangel aber weiter verschärfen, sagte Steffens einer Mitteilung zufolge.

Die Neuheiten auf der Medica reichen vom winzig kleinen Tinnitus-Therapiegerät über die Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Körpertemperatur per iPhone bis hin zu einem 3D-Ultraschallgerät, das realistische Farbfotos vom Ungeborenen im Mutterleib macht. Begleitet wird die Medica von der Zulieferermesse Compamed mit fast 630 Ausstellern.

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