Köln/Münster: „March for Science” in NRW: „Bekämpft die Angst mit Fakten”

Köln/Münster : „March for Science” in NRW: „Bekämpft die Angst mit Fakten”

Beim „March for Science” sind am Samstag in Köln und Münster insgesamt mehr als 1000 Menschen auf die Straße gegangen. Die Teilnehmer setzten sich für eine freie Wissenschaft und gegen Populismus ein.

Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar rief den Demonstranten in Köln zu: „Bekämpft die Angst mit den Fakten.” In der Domstadt waren etwa 500 Menschen unterwegs, wie Kundgebungssprecher Jens Jäger sagte. „Einige stehen in Laborkitteln vor dem Dom.” In Münster kamen laut Polizeiangaben rund 700 Menschen zusammen.

Als prominenter Redner trat in Köln auch ESA-Astronaut Reinhold Ewald auf. „Wenn der Wissenschaft und der internationalen Zusammenarbeit der Riegel vorgeschoben wird, wird unser aller Leben schlechter”, sagte er. Zuvor erklärte der 61-Jährige im Radiosender WDR 5 seine Solidarität mit allen Wissenschaftlern, „die in ihren Heimatländern Repressionen ausgesetzt sind, weil die Wissenschaft zu einem Ergebnis führt, was die jeweilige Regierung nicht akzeptiert”. Es gebe eine Tendenz, die Wissenschaft nicht mehr als Grundlage politischer Entscheidungen zu nutzen. Stattdessen werde über „alternative Fakten” geredet. Auch NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) nahm am Kölner Marsch teil.

Auch in anderen Städten in Deutschland gab es Protestzüge und Kundgebungen. Wissenschaftler wollen damit für die Freiheit der Forschung und die Anerkennung wissenschaftlicher Erkenntnisse demonstrieren. Die Aktion war vergangenes Jahr ins Leben gerufen worden. Besonders in den USA richtet sich die Bewegung gegen die Rhetorik von US-Präsident Donald Trump, der unter anderem die Erderwärmung mehrfach als Schwindel bezeichnet hat.

(dpa)
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