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Rückblick: Maiwetter in Nordrhein-Westfalen war kalt und nass

Rückblick : Maiwetter in Nordrhein-Westfalen war kalt und nass

Der Monat Mai und der Frühling 2021 waren in Nordrhein-Westfalen kälter und nasser als sonst.

Wie der Deutsche Wetterdienst nach einer ersten Auswertung der Daten am Montag mitteilte, lag der Temperaturdurchschnitt bei 10,9 Grad und damit 1,5 Grad unter dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 für NRW. Mit rund 90 Litern pro Quadratmeter kam außerdem mehr Regen herunter als im Mittel der Vergleichsperiode, das bei 72 Litern pro Quadratmeter liegt. Damit gehört Nordrhein-Westfalen aber keineswegs zu den Spitzenreitern beim Niederschlag: Besonders viel Regen fiel im Südschwarzwald mit teils mehr als 300 Litern auf den Quadratmeter. Mit knapp 155 Stunden Sonnenschein wurde in NRW das sonst übliche Soll für das Bundesland von 148 Stunden allerdings sogar übertroffen.

Mit kräftigen Gewittern und stürmischem Wetter hielt der Mai dieses Jahr in NRW einige ungemütliche Extreme bereit. So hatte am 25. Mai ein Tornado in Borken westlich von Münster mehrere Bäume entwurzelt und einige Hausdächer abgedeckt. Am 4. Mai sorgte Sturmtief „Eugen“ mancherorts für größere Schäden. Bäume kippten um, als Corona-Teststellen genutzte Zelte wurden aus der Verankerung gerissen. Eine Wetterstation in Haaren südlich von Paderborn meldete orkanartige Böen von 108 Stundenkilometern.

Auch der Frühling war in NRW kalt: Die Mitteltemperatur lag bei 7,6 Grad (Mittel: 8,3 Grad), der Niederschlag summierte sich auf fast 190 Litern pro Quadratmeter (205), die Sonne schien gut 470 Stunden (441 Stunden). Der April 2021 war der kühlste seit 1977.

(dpa)