Erkelenz: Mahnwache für früheren Immerather Dom: „Wir sind wütend und traurig”

Erkelenz: Mahnwache für früheren Immerather Dom: „Wir sind wütend und traurig”

Rund 300 Menschen haben nach Veranstalterangaben am Sonntag Abschied von der bereits entwidmeten Immerather Kirche im Braunkohlegebiet bei Erkelenz genommen. Sie hielten eine Mahnwache ab und zeigten lange Spruchbänder zum Ausdruck ihres Protestes gegen den Abriss des früheren Gotteshauses.

Am Mittag sprachen Vertreter beider großer Kirchen mit den Teilnehmern ein ökumenisch-politisches Gebet. Unter den Demonstranten seien auch Menschen aus jenen fünf Nachbarortschaften gewesen, denen die Umsiedelung für den Tagebau Garzweiler noch bevorsteht, wie es hieß.

„Wir sind wütend und traurig darüber, dass mit der Kirche ein Wahrzeichen für immer verschwindet, das mehr als hundert Jahre für die gesamte Region große Bedeutung hatte”, sagte Dirk Jansen, NRW-Geschäftsleiter des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Am Montag soll der Abriss des neuromanischen Gebäudes beginnen, das wegen seines Doppelturms von vielen auch „Immerather Dom” genannt wurde. Nach Informationen des Energieunternehmens RWE Power dauern die Arbeiten rund zwei Wochen.

(dpa)
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