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Vergleich: Männer in NRW beziehen bundesweit die höchsten Renten

Vergleich : Männer in NRW beziehen bundesweit die höchsten Renten

Männer in Nordrhein-Westfalen beziehen bundesweit die höchsten Renten. Im Schnitt erhalten sie nach 35 Jahren Arbeit aktuell 1689 Euro brutto an Rente und damit gut 100 Euro mehr als der Bundesschnitt für Männer (1570 Euro).

Das zeigt eine Übersicht der Deutschen Rentenversicherung, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Die Rentenfachleute führen die hohen Renten für Männer in NRW auf die zahlreichen gut bezahlten Industriejobs der Vergangenheit etwa im Bergbau zurück. Diese Stellen in Nordrhein-Westfalen wurden allerdings in den vergangenen Jahrzehnten stark abgebaut, seit Ende 2018 ist der Steinkohlenbergbau in Deutschland endgültig eingestellt.

Frauen liegen in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 1186 Euro nur knapp über dem Bundesdurchschnitt von 1173 Euro. In der Gesamtbetrachtung von Männern und Frauen belegt NRW mit 1522 Euro Durchschnittsrente bundesweit den zweiten Platz hinter dem Saarland (1545 Euro), das ebenfalls von früheren gut bezahlten Montanindustrie-Jobs profitiert.

Am Ende stehen die Rentner in Thüringen mit im Schnitt 1292 Euro, in Sachsen-Anhalt mit 1299, in Mecklenburg Vorpommern mit 1306 und in Sachsen mit 1309 Euro. In allen Ländern kommen die Frauen im Schnitt auf weniger Rente, doch ist der Unterschied im Osten Deutschlands deutlich kleiner. Als wichtigsten Grund nennt die Rentenversicherung in ihrem neuen Rentenatlas 2020: „Frauen im Osten waren weniger teilzeitbeschäftigt.“

(dpa)