Lüttich: Lütticher Bischof beklagt Schließung von Hochöfen

Lüttich: Lütticher Bischof beklagt Schließung von Hochöfen

Der Stahlkonzern ArcelorMittal schließt in Lüttich zwei Hochöfen und eine Gießerei.

Der niederländischen Tageszeitung „Limburgs Dagblad” zufolge wird dies mindestens 600 Angestellte ihren Arbeitsplatz kosten. Gewerkschaften gehen von bis zu 1000 Betroffenen aus. ArcelorMittal beschäftigt in der belgischen Stadt rund 3000 Mitarbeiter.

Dass er seine Produktion im Raum Lüttich herunterfahren will, hatte der Branchenriese bereits vor einiger Zeit angekündigt. Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg begründet dies mit der weltweit sinkenden Nachfrage nach Stahl. Gewerkschaftsvertreter forderten den wallonischen Sozialisten Elio di Rupo, der mit der Regierungsbildung in Belgien beauftragt ist, dazu auf, die Stahlindustrie in der Region Lüttich zu verstaatlichen. Belgien solle dazu eine Million Euro investieren.

Der Lütticher Bischof Aloys Josten appellierte an Politik und Wirtschaft, nach Wegen der Zukunft für die Region zu suchen.

Mehr von Aachener Zeitung