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An Grund- und Förderschulen: Lolli-Tests sollen schneller Ergebnisse liefern

An Grund- und Förderschulen : Lolli-Tests sollen schneller Ergebnisse liefern

Um bei positiven Ergebnissen schneller reagieren zu können, soll das Testprocedere an Grund- und Förderschulen ab dem neuen Jahr angepasst werden. So sollen betroffene Familien künftig direkt vom Labor benachrichtigt werden können. Was sich sonst noch ändert.

Die Corona-Checks mit den PCR-Lolli-Tests an den Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen sollen schneller Ergebnisse für einzelne Schulkinder und direkte Informationen an die Eltern liefern. Deshalb sollen die Schüler dieser Einrichtungen ab dem 10. Januar 2022 jeweils zwei statt bisher nur eine Speichelprobe abgeben, teilte das NRW-Schulministerium am Dienstag in einer Mail an die Schulen mit.

Falls bei der gebündelten Analyse der Proben ganzer Lerngruppen ein positives Ergebnis festgestellt werde, könnten dann im Labor noch am selben Tag die Einzelproben untersucht werden. Bisher waren erneute Testungen zu Hause am Folgetag erforderlich.

Außerdem sollen die Eltern direkt vom Labor per SMS oder Mail benachrichtigt werden, wenn der Einzeltest ihres Kindes positiv ausgefallen ist. Die Ergebnisse lägen um 6 Uhr am Tag nach der Testung vor. Die Schule werde zwar ebenfalls informiert, müsse aber nicht mehr die Meldekette in Gang setzen, erläuterte das Ministerium.

Im Fall eines positiven Testergebnisses müssten sich Eltern und Kinder unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben. Alle negativ getesteten Schüler könnten ohne Quarantäne weiter zur Schule gehen. Für das neue System sei eine Registrierung der Schüler mit den Kontaktdaten der Eltern nötig. Dies soll bis Monatsende an den Schulen erfolgt sein.

Bei den Lolli-Tests lutschen Schüler jeweils etwa 30 Sekunden lang auf einem wattierten Abstrichtupfer. Diese Tests erfolgen zwei Mal wöchentlich an den Grund- und Förderschulen sowie den Schulen mit Primarstufe. Bei dem neuen Testsystem wird wie bisher eine Probe je Kind von der Lehrkraft in einem Sammelgefäß gegeben.

Die zusätzliche zweite Probe wird hingegen einzeln verpackt und mit dem Namen des Kindes versehen. Am 22. Dezember 2021, dem vorletzten Tag vor den Weihnachtsferien, sollen alle Schüler dieser Schulen gleichzeitig getestet werden. So könnten die noch nötigen Nachtestungen am letzten Schultag abgegeben werden, falls Pooltests positiv ausfallen sollten.

(dpa)