Aachen/Wiesbaden: Lkw-Schütze: BKA hat immer noch keine Spur

Aachen/Wiesbaden: Lkw-Schütze: BKA hat immer noch keine Spur

Trotz aller öffentlicher Fahndungsaufrufe tappt das Bundeskriminalamt bei der Suche nach dem Lkw-Fahrer, der auf dem Weg zu den belgischen Seehäfen über das Aachener Kreuz auf andere Fahrzeuge schießt, weiterhin im Dunkeln.

Die knapp 70 Hinweise auf den Lkw-Schützen, die sich Mitte Dezember nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ ergeben hatten, seien abgearbeitet. „Eine heiße Spur war aber leider nicht dabei“, hieß es am Mittwoch im BKA. Es hätten sich keine weiteren Ermittlungsansätze ergeben. Das Youtube-Video „Polnischer Lkw-Fahrer überholt Deutschen!“ habe keine Rückschlüsse auf den Fahrer, das Fahrzeug oder andere wichtige Details zugelassen. Und der Hinweis auf Fragmente eines Kennzeichens sei zu vage gewesen. Eine Frau hatte sich Teile eines Lkw-Kennzeichens gemerkt, aus dessen Führerhaus ein Gewehrlauf geragt hatte.

Seit 2008 wird der Gesuchte für rund 750 Einschusslöcher vor allem in Neuwagen auf Autotransportern verantwortlich gemacht. Das BKA erhöhte den Fahndungsdruck, als der Lkw-Schütze im Juni 2012 auf Neun-Millimeter-Munition wechselte, die auch für die Schussumgebung gefährlich werden kann. Die Belohnung wurde im November 2012 von 27000 auf 100000 Euro erhöht.

(cs)