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Inden: Laufen, aber härter: Querfeldeinlauf im Tagebau Inden

Inden : Laufen, aber härter: Querfeldeinlauf im Tagebau Inden

Im Schlamm des Tagebaus Inden sind vereinzelte Stiefelabdrücke zu sehen. Es sind Spuren der Arbeit, die sich demnächst mit den Spuren des Sports vermischen: Am 19. September findet auf dem riesigen Braunkohletagebau zwischen Eschweiler und Jülich der erste Fun-Crosslauf der Region statt. Das Motto: Laufen, aber härter!

„Der Name ist Programm”, sagt Cheforganisator Klaus Malorny. Hartgesottene Läufer, die den besonderen Kick suchen, müssen sich nicht nur durch den Morast des Tagebaus kämpfen, sondern auch knapp 30 Hindernisse auf der 16 Kilometer langen Strecke bewältigen. Es geht durch Netze und Wassergräben, Matschlöcher und Plastikrohre. „Alles, was das Herz begehrt, ist dabei”, sagt Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren.

Zu der Veranstaltung haben sich bisher knapp 300 sport- und schlammbegeisterte Teilnehmer angemeldet. „Wir erwarten rund 1000 Starter.” Die Zahl sei aber gar nicht so wichtig: „Wir wollen die Veranstaltung sukzessive aufbauen und über die Jahre hinweg etablieren”, erklärt Veranstalter Michael Mronz. Als Vorbild dient der „Strongman-Run” in Weeze, dessen Anmeldezahlen in den vergangenen vier Jahren von 1600 auf 8000 gestiegen sind.

„Wer sich müde machen will, wird dazu die Gelegenheit erhalten”, ist sich Arthur Oster, Direktor des Tagebaus Inden, sicher. Start und Ziel liegen am RWE-Kraftwerk Weisweiler. Nach einer drei Kilometer langen Laufstrecke ohne Hindernisse führt der Weg dann tief hinein in das Herz das Tagebaus und über die ersten Strohballen-Hürden. Der Indemann und 192 Stufen müssen bezwungen werden, die Inde wird im letzten Drittel des Laufes durchquert.

„Das hat nichts mit einer Drillveranstaltung zu tun. Wir versuchen nur, dem geänderten Zeitgeist Rechnung zu tragen”, sagt Mronz. Deshalb werden die Stiefelspuren „im größten Loch Europas” auch demnächst Gesellschaft bekommen - von zahlreichen Laufschuhabdrücken.