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Große Nachfrage in der Städteregion: Lange „Booster-Schlangen“ beim Impfen

Große Nachfrage in der Städteregion : Lange „Booster-Schlangen“ beim Impfen

Städteregion Aachen weist darauf hin, dass ausreichend mRNA-Impfstoffe vorhanden sind. Impfangebote sollen ausgebaut werden.

Seit die Ständige Impfkommission allen immunisierten Personen die Covid-19-Auffrischimpfung empfiehlt, laufen die Telefondrähte in den Arztpraxen heiß und auch vor den Impfstellen der Städteregion Aachen bilden sich lange Schlangen. Neben Arztpraxen bietet die Städteregion Aachen mittlerweile an vielen Orten in den Kommunen Impfungen ohne Termin an. Hinzu kommen noch Impfangebote beispielsweise der Krankenhäuser.

Einen weiteren Schub soll nun der „60-Stunden-Impfmarathon“ geben, der Freitagmorgen in den Aachen Arkaden startet und bei dem rund um die Uhr geimpft und ausdrücklich auch „geboostert“ werden soll.

Aus diesem Grund weisen die Verantwortlichen im Gesundheitsamt noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde, für die Auffrischimpfung ein mRNA-Impfstoff verwendet werden soll.

In Studien habe sich dadurch eine deutliche Erhöhung der Antikörper bei Geimpften gezeigt. Beide verwendeten Impfstoffe, also Moderna und Biontech, sind laut der Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Monika Gube, bestens dafür geeignet. Die Städteregion habe ausreichend mRNA-Impfstoffe bevorratet und bestellt.

Dr. Monika Gube ist von der Wirksamkeit beider Impfstoffe überzeugt: „Der in Deutschland bekanntere Impfstoff ist wegen der regelmäßigen Berichterstattung in den Medien sicherlich der von Biontech. Aktuelle Studien aus den USA und Singapur deuten darauf hin, dass eine Impfung mit Moderna hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit mindestens gleichwertig ist und eine sehr gute und hohe Immunantwort beim Boostern hervorruft.“

Die Gleichwertigkeit wurde am 20. November durch das Paul-Ehrlich-Institut bestätigt. „Deshalb bin ich sehr froh, dass wir aktuell eine Mehrbelieferung von Moderna durch den Bund erwarten und in unseren Impfstellen anbieten können.“

„Wir haben klare Lieferzusagen, die mich sehr optimistisch machen, dass wir allen Menschen, die sich nach den Empfehlungen impfen lassen können, auch zeitnah einen sehr guten Impfstoff anbieten können“, so Gube.

Wegen der Omikron-Virus-Variante auf einen möglicherweise angepassten Impfstoff zu warten, hält Dr. Gube für keine gute Idee. „Dieser Impfstoff wird in diesem Winter in Deutschland keinesfalls zur Verfügung stehen. Jede Impfung mit einem in Europa zugelassenen Impfstoff ist besser als keine Impfung“, so ihr deutlicher Apell.

Dabei erhalten alle unter 30-Jährigen und Schwangere den Impfstoff von Biontech. Allen über 30-Jährigen wird Moderna angeboten. In den Impfstellen kann man sich unabhängig von Wohnort, Nationalität oder Krankenversicherung impfen lassen. Egal ob Erst-, Zeit- oder Auffrischimpfung: In den Impfstellen der Städteregion werden alle Impfungen – ohne Termin und kostenlos – gemäß der Stiko-Empfehlung angeboten.

 Mit Moderna geboostert: Dr. Monika Gube einmal als Patientin statt als Ärztin im Impfzentrum.
Mit Moderna geboostert: Dr. Monika Gube einmal als Patientin statt als Ärztin im Impfzentrum. Foto: Alina Hollbach, StädteRegion Aachen ​/Foto: Alina Hollbach, StädteRegion Aachen ​

Aufgrund der aktuell sehr hohen Nachfrage nach Impfungen bitten Stadt und Städteregion um Verständnis, dass es an den Impfstellen teilweise zu längeren Wartezeiten kommen kann. Die Städteregion plant derzeit konkret den weiteren Ausbau der Impfmöglichkeiten vor Ort in den Kommunen.

Alle aktuellen Informationen zu den Impfangeboten in der StädteRegion Aachen sind unter: https://www.staedteregion-aachen.de/impfen zu finden.

(red)