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Ausbildungsqualität verbessern: Landtag regelt Übergang zum Hebammen-Studiengang

Ausbildungsqualität verbessern : Landtag regelt Übergang zum Hebammen-Studiengang

Studium statt Ausbildung: Der nordrhein-westfälische Landtag hat am Mittwoch ein neues Gesetz zur Hebammen-Ausbildung verabschiedet.

Es soll den Übergang der Hebammenausbildung von den beruflichen Schulen zu einem Studiengang an Hochschulen regeln. Die Landtagsfraktionen der CDU, FDP, Grünen und AfD stimmten für den Gesetzentwurf, die SPD enthielt sich.

„Die gute Umsetzung der Reform wird den Hebammenberuf zukunftsgerecht weiterentwickeln, attraktiver gestalten und die Qualität der Ausbildung nachhaltig verbessern“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Das Gesetz schaffe Rechtssicherheit für die zuständigen Bezirksregierungen.

Die Änderung des Landesgesetzes war wegen einer bundesweiten Reform der Ausbildung nötig geworden, die bereits im Herbst 2019 beschlossen worden war. Demnach sollen Hebammen nicht mehr an Hebammenschulen, sondern in einem Bachelorstudium mit hohem Praxisanteil ausgebildet werden. Das soll den Beruf attraktiver und die Ausbildung besser machen.

In Nordrhein-Westfalen sollen nach Angaben des Gesundheitsministeriums acht staatliche Hochschulen das Studium der Hebammenwissenschaften anbieten. Das Land finanziere 300 zusätzliche Studienplätze. Insgesamt stehen damit laut Laumann rund 350 Plätze zur Verfügung. Bereits im Wintersemester 2021/22 startete der Studiengang an einigen Hochschulen in NRW. An den übrigen Standorten solle es laut Ministerium voraussichtlich zum nächsten Wintersemester losgehen.

(dpa)