Köln: Landesregierung ermöglicht Gründung der Stiftung „Stadtgedächtnis”

Köln: Landesregierung ermöglicht Gründung der Stiftung „Stadtgedächtnis”

Das nordrhein-westfälische Landeskabinett hat am Dienstag der Gründung der Stiftung „Stadtgedächtnis” zugestimmt, die sich um die Wiederherstellung der nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs geborgenen Archivalien kümmern soll.

Dazu werde die Stiftung mit einem Betrag von einer Million Euro aus Landesmitteln unterstützt, erklärte Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (CDU).

Als weitere Gründungsstifter beteiligt sind die Stadt Köln mit 1.120.000 Euro, das Erzbistum Köln mit 100.000 Euro sowie die Evangelische Kirche im Rheinland mit 20.000 Euro. Ziel ist es, die nach dem Archiveinsturz in Fragmenten geborgenen Bestände zusammenzuführen, zu restaurieren und wertvolle Teilbestände zu digitalisieren. Der Bund hat zugesagt, die Stiftung mit einer Million Euro zu unterstützen. Ebenfalls Unterstützung in Höhe von 50.000 Euro kommt vom Landschaftsverband Rheinland.

„Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat uns noch einmal mit aller Macht die Bedeutung von Archiven deutlich gemacht. Unschätzbare Dokumente sind schwer beschädigt worden oder ganz verloren gegangen”, betonte Grosse-Brockhoff. Nachdem mehr als 90 Prozent der Bestände aus den Trümmern geborgen werden konnten, wird es dennoch lange dauern, bis das Beschädigte wiederhergestellt sein wird.

Voraussetzung der Beteiligung des Landes an der Stiftung war die Zusicherung der Stadt Köln, dass 63,1 Millionen Euro aus Versicherungsprämien für die Rettung und Restaurierung des beschädigten Archivgutes zur Verfügung gestellt werden. Ferner hat die Stadt zugesichert, die Haftungsfragen schnellstmöglich zu klären und Zahlungen für Schäden an den betroffenen Archivalien zweckgebunden für die Restaurierung zu verwenden.

Bei dem Unglück am 3. März vergangenen Jahres waren zwei junge Männer getötet worden.