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Corona-Folgen: Land unterstützt Uniklinik Aachen mit dreistelliger Millionensumme

Corona-Folgen : Land unterstützt Uniklinik Aachen mit dreistelliger Millionensumme

Die Landesregierung hat den Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen im Kampf gegen die Folgen der Coronakrise eine Milliarde Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. Davon profitiert auch Aachen.

„Die Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen sind das Rückgrat der Patientenversorgung in der Coronavirus-Pandemie und spielen bei der Erforschung des Virus eine tragende Rolle“, sagte Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft in NRW, bei einem Besuch in Aachen. „Aus diesem Grund haben wir als Landesregierung den Universitätskliniken zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt, um sie nach Kräften bei diesen und künftigen Herausforderungen zu unterstützen.“

Von der Unterstützung profitieren die Standorte Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster. Von den Mitteln des Landes fließen insgesamt 142,7 Millionen Euro an die Uniklinik Aachen.

Der kaufmännische Direktor Peter Asché gab einen Einblick in die pandemiebedingte Finanzlage der Uniklinik. „Ebenso wie viele andere Unikliniken hatten wir im Jahr 2020 einen außerordentlichen Rückgang der Einnahmen zu verzeichnen“, sagte er. „Der Fehlbetrag beläuft sich für unser Haus auf rund 60 Millionen Euro.“

 Der Kaufmännische Direktor Peter Asché (v.l.), Thomas H. Ittel, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender, und Stefan Uhlig, Dekan der Medizinischen Fakultät, begrüßen Isabel Pfeiffer-Poensgen vor der Uniklinik Aachen.
Der Kaufmännische Direktor Peter Asché (v.l.), Thomas H. Ittel, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender, und Stefan Uhlig, Dekan der Medizinischen Fakultät, begrüßen Isabel Pfeiffer-Poensgen vor der Uniklinik Aachen. Foto: Uniklinik Aachen/Heiko Bark

Die Ursachen seien vielfältig: Die Absagen zahlreicher Operationen und die Reduzierung des ambulanten Versorgungsangebots gehörten ebenso dazu wie Kostensteigerungen im Bereich des medizinischen Sachbedarfs und die teilweise Umgestaltung der bisherigen Organisation.

Das Klinikum teilte am Donnerstag mit, dass rund 22 Millionen Euro der bereitgestellten Landesmittler für „Investitionen in die IT-Infrastruktur und für Ersatzbeschaffungen von Geräten und Anlagen“ eingesetzt werden; der mit 120 Millionen Euro weitaus größere Teil fließt in Baumaßnahmen.

Es handele sich um sieben Baumaßnahmen, die nun zeitnah umgesetzt werden sollen, teilte das Klinikum am Donnerstag mit. „Ein Großteil des Geldes wird für die Sanierung des Bestandsgebäudes genutzt“, sagte Heike Bekaan, Bereichsvorstand Bau und Brandschutz an der Uniklinik. „Dies ist dem Umstand geschuldet, dass wir als einzige Uniklinik in Deutschland ein denkmalgeschütztes Kerngebäude haben. Mithilfe der Mittel werden wir den Sanierungsstau schneller abtragen können.“

Laut Mitteilung wird das Geld für folgende Maßnahmen eingesetzt: Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung (drei Millionen Euro). Brandschutz-Ertüchtigung und Anpassungen in den Laboren für Molekulare Medizin (fünf Millionen Euro). Psychiatrie (sechs Millionen), Brandschutz-Ertüchtigung und Sanierung der Wäscherei (sieben Millionen), Modulbau für Digitale Pathologie (zehn Millionen Euro), Radiopharmakalabor (13 Millionen Euro) und Brandschutzsanierung (76 Millionen Euro).

(red)