1. Region

Land- und Wasserwirtschaft erweitern Kooperation

Trinkwasserschutz : Land- und Wasserwirtschaft wollen weiter kooperieren

Landwirtschaft und Wasserversorger wollen ihre Zusammenarbeit zum Schutz des Trinkwassers in Nordrhein-Westfalen verstärken.

Am Montag, dem Weltwassertag, unterzeichneten das Umweltministerium NRW, die Landwirtschaftskammer sowie Verbände aus Landwirtschaft, Gartenbau und Wasserversorgung ein neues Programm für einen weiteren Ausbau der freiwilligen sogenannten Wasserschutzkooperationen. Es ersetzt die bisherige Vereinbarung aus dem Jahr 1989, wie das Ministerium am Montag in Düsseldorf berichtete.

In NRW gibt es derzeit 117 solcher Kooperationen, in denen insgesamt rund 11 700 Landwirte und Gärtner mit 160 Wasserversorgern unter dem Motto „Kooperation statt Konfrontation“ zusammenarbeiten. Die Landwirte und Gärtner werden dabei von 76 Experten der Landwirtschaftskammer in allen Fragen des Wasserschutzes beraten. Bei der Beratung geht es vor allem um den wasserschonenden Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.

Die nordrhein-westfälische Ministerin für Umwelt und Landwirtschaft, Ursula Heinen-Esser (CDU) nannte das Kooperationsmodell eine „wichtige und wertvolle Säule im Trinkwasserschutz“. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten sei, dass sauberes Wasser stets in ausreichender Menge und in hoher Qualität für Mensch und Natur verfügbar sei, betonte sie und zog eine positive Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit: Durch Beratung und Schutzmaßnahmen sei der Nährstoffeintrag reduziert worden.

Auch der Klimawandel wird in dem neuen Programm berücksichtigt. Er werde die Land- und Wasserwirtschaft in NRW vor spürbare Herausforderungen stellen, heißt es darin. „Die Kooperationen sind hierdurch gefordert, ihre Arbeit (...) entsprechend anzupassen oder weiterzuentwickeln.“

(dpa)