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KV: Ende der Corona-Impfzentren überfordert Praxen nicht

Kassenärztlichen Vereinigung : Ende der Impfzentren überfordert Praxen nicht

Die Arztpraxen werden durch den Wegfall der Corona-Impfzenten nach Ansicht der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein nicht überfordert.

„Das werden die Praxen sehr gut schaffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KV Nordrhein, Frank Bergmann, am Donnerstag in Düsseldorf.

Er verwies darauf, dass bereits ein Großteil der Bevölkerung gegen Corona geimpft sei und inzwischen nicht mehr so viele Corona-Schutzimpfungen nachgefragt würden wie noch vor Monaten. Das Impfen gehöre zur Routine in den Praxen. Auch der jüngste Anstieg von Erkältungskrankheiten sei ein normales saisonales Geschehen in den Herbst- und Wintermonaten.

Nach fast acht Monaten Betrieb ist die Zeit der Impfzentren in Nordrhein-Westfalen vorbei. Die letzten der landesweit einst 53 Impfzenten sollten am Donnerstag ihre Türen endgültig schließen. Eine ganze Reihe war schon vor Tagen oder sogar Wochen geschlossen worden.

Die Coronavirus-Impfungen werden nach dem Konzept der NRW-Landesregierung vom 1. Oktober an überwiegend von den niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten übernommen. Außerdem sollen verstärkt mobile Impfteams in Kommunen unterwegs sein. Laut Gesundheitsministerium kosteten die Impfzentren in der Summe pro Monat 91 Millionen Euro. Die für viele Menschen konzipierten Zentren galten zuletzt als nicht ausgelastet.

(dpa)