Kunstmarkt am 8. Dezember im Medienhaus Aachen

Bücherbörse : Kunstmarkt am 8. Dezember im Medienhaus Aachen

Liebermann und regionale Werke sowie antike Schätze sind auf dem Kunstmarkt am 8. Dezember im Angebot.

„Die Kunst des Radierens“ ist der heute viel gesuchte, aber kaum noch auf dem Markt zu findende Titel eines Handbuchs von Hermann Struck, das im Jahr 1908 von Paul Cassirer in Berlin erstmals verlegt worden ist. Die in dieser Erstausgabe, der zahlreiche weiteren Auflagen folgten, veröffentlichten Original-Radierungen von Max Liebermann („Amsterdamer Judengasse“), Paul Baum („Aus Sluis“), Edvard Munch („Landschaft“), Anders Zorn („Anna“) und Hermann Struck wurden in Cassirers eigener Druckanstalt, der Pan-Presse, hergestellt.

Ein Exemplar dieser Erstausgabe, in der mit Ausnahme der Grafik des Autors die vier weiteren Radierungen in tadellosem Zustand enthalten sind, ist eines der Highlights am 8. Dezember auf dem Kunstmarkt in unserem Medienhaus in Aachen. Das Buch wurde im Jahr 1908 bei Imberg & Lefson in Berlin gedruckt, die vier Original-Radierungen sind von Seidenblättern geschützt, auf denen Künstlername  und Bildtitel genannt werden. Auf einer Auktionsplattform wurde das Werk jüngst für 950 Euro angeboten, auf einer anderen Auktion für 1100 Euro. Wir geben es für den guten Zweck wesentlich günstiger ab.

Das gilt auch für die vielen Gemälde oder Grafiken, die wir dank großzügiger Spenden mit Werken regionaler und überregionaler Künstler/innen wieder anbieten können. Weitere Bilder und Teile auch des fotografischen Nachlasses unseres frühere Kulturchefs Wolfgang Richter, zum Beispiel Fotoserien von Atelier- oder Künstler- und Museumsbesuchen oder aus dem Theaterbereich, liegen bereit. Einmal mehr stellte auch Prof. Dr. Axel Murken aus seiner umfangreichen Sammlung weitere Bilder zur Verfügung, während seine Gattin Christa Murken eigene Werke gestiftet hat.

Schön auch, dass nicht alles, was nicht mehr unbedingt in Gebrauch ist, für das der Mensch keine Verwendung mehr hat, einfach entsorgt, sondern für einen guten Zweck gespendet wird. So kann am 8. Dezember zum zweiten Mal ein Vortragsraum im Aachener Medienhaus umfunktioniert werden in einen Antik-Laden, in dem es Raritäten und Kuriositäten wie etwa alte Schreibmaschinen, antike „Imari Teller“, Porzellan, Schnitzereien und vieles mehr gibt, was darauf wartet, neu entdeckt und mitgenommen zu werden.

Viele Leserinnen und Leser haben wieder unzählige, wunderbare Kunstwerke und Rares für „Menschen helfen Menschen“ gespendet. Dafür herzlichen Dank.

(wp)
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