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Forschungsergebnisse: Künstliche Intelligenz gegen Kinderpornografie

Forschungsergebnisse : Künstliche Intelligenz gegen Kinderpornografie

Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) zieht am Dienstag (10.30 Uhr) Bilanz, wie wirksam Künstliche Intelligenz Kinderpornografie aufspüren kann.

Mit einem Forschungsprojekt zur automatischen Bilderkennung hatte das Land im Sommer 2019 nach Angaben des Ministers bundesweit technisches und juristisches Neuland betreten.

Ziel des Projekts ist es, kinderpornografisches Bildmaterial deutlich schneller erkennen und auswerten zu können. Computerisierte Handlungsregeln (Algorithmen) sollen helfen, Kinderpornografie in der Datenflut innerhalb von Millisekunden zu erkennen und mit hoher Treffer-Wahrscheinlichkeit Vorschläge für die Kategorisierung strafrechtlich relevanter Inhalte zu machen. Ohne Technik können die Ermittler der gigantischen Datenmenge längst nicht mehr Herr werden.

Die Federführung hat die bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelte Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW). Forschungspartner sind der Hard- und Softwareentwickler Microsoft sowie Wissenschaftler. Sie haben bei ihrer Arbeit hohe Rechtshürden zu beachten: Das Strafgesetzbuch statuiert ein umfassendes Umgangsverbot mit kinder- und jugendpornografischen Schriften. Selbst bei der Strafverfolgung muss der Umgang mit solchem Material minimiert werden. In die Hände Externer darf es überhaupt nicht gelangen.

(dpa)