Aachen: Krise kostet Bistum 31 Millionen Euro

Aachen: Krise kostet Bistum 31 Millionen Euro

Auch vor der katholischen Kirche kennt die Konjunkturkrise kein Halten: Das Bistum Aachen erwartet 2009 rund 31 Millionen Euro weniger Kirchensteuereinnahmen als im Vorjahr.

Laut Generalvikariat entspricht das einem Rückgang um fast 15 Prozent auf 189 Millionen Euro. Insgesamt rechnet man mit Erlösen in Höhe von 253 Millionen, denen 237 Millionen Euro Ausgaben gegenüberstehen.

Der Überschuss von 16 Millionen (10 Millionen weniger als 2007) soll in Rücklagen für künftige Krisenzeiten fließen. Der Kirchensteuerrat hat das Budget 2009 abgesegnet.

Zurückzuführen sei der Einbruch bei den Kirchensteuern „auf die rückwirkende Auszahlung der Pendlerpauschale, die Unternehmensteuerreform, die geplanten Steuerminderungen in den Konjunkturprogrammen und die prognostizierte deutliche Abschwä- chung der Konjunktur”, teilte Bistumssprecher Franz Kretschmann mit.

Damit setzt die Diözese, die jährlich rund 10.000 Katholiken verliert, den Konsolidierungskurs fort. Noch vor fünf Jahren lag der Etatansatz bei 404 Millionen Euro. Im Zuge radikaler Sparmaßnahmen hat seitdem jeder Zweite der damals 940 Mitarbeiter des Bistums seinen Arbeitsplatz verloren.

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