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Trotz drohender Gas-Engpässe: Kraftwerk Weisweiler soll wie geplant im April 2029 vom Netz gehen

Trotz drohender Gas-Engpässe : Kraftwerk Weisweiler soll wie geplant im April 2029 vom Netz gehen

Im Notfall will die Bundesregierung mit Kohlestrom Engpässe bei der Gasversorgung überbrücken. RWE wird im Rheinischen Revier dafür drei Blöcke bereithalten. Das Kraftwerk Weisweiler profitiert davon aber nicht.

Nach Angaben des Energiekonzerns RWE sollen insgesamt 300-Megawatt-Blöcke ans Netz gehen können, wenn ein akuter Energie Engpass infolge von Gasmangel seitens der Bundesregierung festgestellt wird.

Konkret geht es um zwei Blöcke im Kraftwerk Niederaußem und einer in Neurath. Alle drei Blöcke sind derzeit nicht am Netz, sondern befinden sich schon heute in so genannter Sicherheitsbereitschaft, für den Fall, dass Versorgungsengpässe drohen.

Nach derzeitiger Planung würde die Einsatzbereitschaft bis Ende März 2024 befristet. Die Personalplanung müsse laut RWE entsprechend angepasst werden. Ruhestandsregelungen würden verzögert, auch die Anstellung von neuem Personal sei nicht ausgeschlossen.

An den Plänen, das Kraftwerk Weisweiler im April 2029 endgültig zu schließen, ändere sich jedoch nichts, teilte der Konzern auf Anfrage mit. Das bedeutet auch, dass im Tagebau Inden 2030 mit der Renaturierung begonnen wird.

(ben)