Angemerkt zum Motorradlärm: Konflikt wird nicht enden

Angemerkt zum Motorradlärm : Konflikt wird nicht enden

Es gibt Probleme, die können Kommunen nicht lösen. Motorradlärm ist ein solches Problem. Die Eifel und andere Mittelgebirgsregionen arbeiten sich schon seit Jahren daran ab.

Sich zusammentun und Forderungen an den Gesetzgeber zu stellen, ist ein sinnvoller Weg. Alle Probleme der Anwohner beliebter Motorradstrecken kann er aber nicht lösen. Die Bürgermeister sprechen immer wieder von den „schwarzen Schafen“, die auf den Strecken unerwünscht seien. Diejenigen also, die rasen und ihre Maschinen rücksichtslos lauter machen.

Viele Anwohner und Gäste stören sich aber nicht nur an dieser Gruppe, sondern an der Menge an Motorradfahrern, die am Wochenende durch die Eifel kurvt und auch ohne manipulierte Auspuffanlagen und Bleifuß dafür sorgt, dass das Gespräch auf der Terrasse  unterbrochen werden muss und der Vogelgesang im Wald in den Hintergrund rückt.

Gleichzeitig sind die Biker wilkommen, weil sie in der Eifel im Idealfall ein bisschen Geld ausgeben, Eis essen, Kuchen bestellen und Kaffee trinken. Diesen Konflikt zwischen erwünschtem Tourismus und der Sehnsucht nach Ruhe kann auch der Gesetzgeber nicht lösen. Die Kontroverse wird weitergehen.

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