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NRW-Erlass: Kommunen müssen feste Impfstellen aufbauen

NRW-Erlass : Kommunen müssen feste Impfstellen aufbauen

Um bei den Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus schneller zu werden, hat das Land NRW die Kommunen zur Einrichtung fester Impfstellen aufgefordert.

Städte und Kreise sollten möglichst wohnortnahe Angebote sicherstellen, hieß es in einem Erlass des Gesundheitsministeriums vom Dienstag. Die ergänzenden Impfangebote könnten sowohl für Erst- und Zweitimpfungen als auch für Auffrischungsimpfungen aufgesucht werden. „Für die kommenden Monate ist der Impffortschritt von zentraler Bedeutung. Hier müssen wir weiter an Geschwindigkeit zulegen“, betonte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Die Impfstellen sollten flexibel auf die lokale Nachfrage reagieren können. Orte könnten Turnhallen oder auch leerstehende Ladenlokale sein. Bei Bedarf könnten Terminvereinbarungssysteme eingesetzt werden, die Kosten für diese Systeme mit dem Land abgerechnet werden. „Ebenso werden die weiteren Kosten für die stationären Impfangebote durch den Bund und das Land getragen.“ Das ärztliche Personal für die Impfzentren werde durch die Kassenärztlichen Vereinigungen gestellt.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Auffrischungen unter anderem für Menschen ab 70 Jahren, Pflegepersonal oder Menschen, die mit dem Vakzin von Johnson & Johnson geimpft wurden. Auffrischungen könnten aber grundsätzlich allen angeboten werden, die diese sechs Monate nach der ersten Impfserie wünschten, sagte Laumann.

Der Städtetag NRW hatte erklärt, es brauche etwas zeitlichen Vorlauf und eine Kostenübernahme durch das Land. Das Gesundheitsministerium (MAGS) hatte eine Reaktivierung der landesweiten Impfzentren abgelehnt, da diese „überdimensioniert“ und zu teuer seien. Stattdessen sollen Städte und Kreise nun die Impfstellen schaffen, um die Praxen bei den Booster-Impfungen zu unterstützen.

Der Kreis Wesel bat das MAGS angesichts der rasant steigenden Infektionen, noch zusätzlich das dortige Impfzentrum zu reaktivieren. Zudem solle man möglichst schnell wieder zu kostenlosen Testangeboten zurückkehren. Einige Städte hatten sich feste Impfstellen bereits vom MAGS genehmigen lassen, darunter Bochum, Bonn, Duisburg, Düsseldorf, Köln oder Wuppertal.

(dpa)