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Kölner Zoo beherbergt eines der „schönsten Rinder der Welt“

„Rubi“ : Kölner Zoo stellt seltenes Banteng-Kälbchen vor

Der Kölner Zoo hat erstmals das neugeborene Banteng-Kälbchen vorgestellt. Die Tiere gelten in ihrer Heimat in Südostasien als gefährdet.

Im Kölner Zoo ist kürzlich ein Banteng-Kälbchen geboren worden. „Man nennt sie die schönsten Rinder der Welt, weil sie ein so schönes Gesicht haben“, sagte ein Zoosprecher.

Der Nachwuchs sei umso erfreulicher, weil die Banteng-Rinder in ihrer südostasiatischen Heimat eine gefährdete Tierart seien.

Das Jungtier wurde am Donnerstag der Presse vorgestellt. Laut Mitteilung des Kölner Zoos brachte die Banteng-Kuh Ornella bereits am 13. Dezember ein gesundes, munteres Kälbchen zur Welt. Es ist das erste Weibchen, dass seit der Eröffnung der Banteng-Anlage 2017 dort zur Welt gekommen ist. Die Tierpfleger tauften die Kleine auf den Namen Rubi.

 Bantengs werden auch Asiatische Wildrinder genannt. Sie sind selten und ihr Bestand ist gefährdet.
Bantengs werden auch Asiatische Wildrinder genannt. Sie sind selten und ihr Bestand ist gefährdet. Foto: dpa/Henning Kaiser

Es ist das insgesamt siebte Kalb auf der Anlage und das vierte Kalb von der Bantengkuh Ornella. Ab sofort kann der Besucher Rubi und ihren Halbbruder Rantanplan zusammen mit den anderen drei Bantengs in der Nähe der Menschenaffen sehen.

Bantengs sind die Wildform des domestizierten Balirinds. Die Geschlechter unterscheiden sich in der Färbung des Felles. Während die Männchen schwarzbraunes Fell haben, sind die Weibchen rotbraun gefärbt. Sie erreichen ein Gewicht von bis zu 900 Kilogramm und eine Schulterhöhe von bis zu 1,90 Meter. Die Männchen besitzen kräftige, gebogene Hörner, die Hörner der Weibchen sind deutlich kleiner.

Bantengs leben in Gruppen von zwei bis 40 Kühen, ihren Kälbern und einem Bullen. Jungtiere werden sechs Monate lang gesäugt und sind mit zwei Jahren geschlechtsreif. Sie leben im tropischen Regenwald und lichten Wäldern mit offenen Flächen.

Bantengs sind nach IUCN stark gefährdet, sie sind vor allem durch die Zerstörung der Regenwälder und durch Viehkrankheiten bedroht. Es leben nur noch insgesamt 4000 bis 8000 Tiere in den Ländern Kambodscha, Indonesien, Malaysia, Myanmar, Thailand und Vietnam.

Die Bantengs im Kölner Zoo gehören der Unterart der Java-Bantengs an. In Europa gibt es insgesamt 105 Bantengs, die über ein Erhaltungszucht-Programm durch den britischen Zoo Chester koordiniert werden.

(dpa)