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Hamburg/Köln: Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wieder gegen Pin

Hamburg/Köln : Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wieder gegen Pin

Die Finanzierung der Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ) durch den mittlerweile insolventen Postdienstleister Pin beschäftigt erneut die Justiz.

Die Staatsanwaltschaft Köln werde die Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue wieder aufnehmen, sagte ein Sprecher der Kölner Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag und bestätigte damit einen Vorabbericht des Hamburger Magazins „stern”. Das Verfahren richte sich gegen die ehemalige Pin-Führungsriege, die Zahlungen an die Gewerkschaft veranlasst hatte.

Die Kölner Staatsanwaltschaft hatte im April die Ermittlungen wegen Untreue und Bestechlichkeit eingestellt. Nachdem die Gewerkschaft ver.di gegen die Einstellung Einspruch erhoben hatte, werden die Ermittlungen wegen Untreue nun wieder aufgenommen. Der Vorwurf der Bestechlichkeit werde jedoch nicht mehr erhoben, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

Im Frühjahr war bekannt geworden, dass Pin die GNBZ mit rund 130.000 Euro finanziert hatte. Nach Rechnungen, die dem „stern” eigenen Angaben nach vorliegen, soll Pin für die Gewerkschaft inklusive Beraterbeträge sogar über 150.000 Euro ausgegeben haben.