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Friedensdemo an Rosenmontag: Kölner Jecken feiern Karneval in Kneipen und auf Plätzen

Friedensdemo an Rosenmontag : Kölner Jecken feiern Karneval in Kneipen und auf Plätzen

Den Rosenmontagszug im Stadion haben die Kölner Karnevalisten wegen der Ukraine-Krise abgesagt. Doch in den Kneipen und auf einigen Plätzen in der Domstadt werden am Wochenende trotzdem viele Verkleidete Karneval feiern.

In Köln werden am Samstag wieder viele Jecken Karneval feiern. Vor zahlreichen Kneipen werden sich voraussichtlich schon im Tagesverlauf Warteschlangen bilden. Trotz des Kriegs in der Ukraine finden auch einige Veranstaltungen und Konzerte statt. Geplant sind unter anderem das traditionelle „Biwak“ der Roten Funken auf dem Neumarkt (10.00 Uhr) und die Veranstaltung „Kölle Alaaf“ auf dem Alten Markt (17.00 Uhr) mit Auftritten mehrerer Bands.

Köln hat für die Karnevalstage das ganze Stadtgebiet zur sogenannten Brauchtumszone erklärt. Das heißt, dass Jecken im gesamten öffentlichen Raum unter 2G-plus-Bedingungen feiern dürfen: Genesene oder zweifach Geimpfte brauchen also einen aktuellen negativen Test oder eine dritte Impfung (Booster). In Kneipen müssen auch Geboosterte einen aktuellen Schnelltest vorweisen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte in der Corona-Schutzverordnung den Städten für Karneval die Ausweisung gesicherter „Brauchtumszonen“ mit 2G-plus-Regel erlaubt.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) wird am Montag bei der Friedensdemonstration des Festkomitees Kölner Karneval in der Innenstadt teilnehmen. Das teilte die Stadt mit. Demnach ist Köln auch bereit, Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen.

Eigentlich hatte das Festkomitee ein Rosenmontagsfest im Kölner Stadion mit Umzug geplant – wegen der Coronavirus-Pandemie war der klassische Umzug in der Stadt abgesagt worden. Unter dem Eindruck des russischen Angriffs auf die Ukraine wurde am Donnerstag aber auch dieses Fest abgesagt. Stattdessen soll es die Demo in der Innenstadt geben.

Geplant ist nach Angaben des Festkomitees eine Strecke von rund 4,5 Kilometern. Sie soll an vielen der eigentlich für den Rosenmontagszug gezimmerten Persiflage-Wagen vorbeiführen. Auf den Wagen werden politische Ereignisse satirisch kommentiert. Ein Wagen soll dem Demozug auch vorangestellt werde – zum Thema Ukraine. Auf der Demo gelten Maskenpflicht und die 3G-Regel.

(dpa)