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Scheinbeziehung geführt: Kölner Chef der Rockergruppe „Bandidos“ mit Ehefrau vor Gericht

Scheinbeziehung geführt : Kölner Chef der Rockergruppe „Bandidos“ mit Ehefrau vor Gericht

Rund 520.000 Euro sollen der Präsident der Kölner „Bandidos“-Rocker und seine Ehefrau von einem Schweizer Geschäftsmann ergaunert haben. Die Frau des „Bandidos“-Chefs hatte mit dem Geschäftsmann eine Scheinbeziehung geführt und von ihm Geld verlangt, so die Anklage.

Der frühere Präsident der Rockergruppe „Bandidos MC Cologne“ steht ab Dienstag mit seiner Ehefrau vor dem Kölner Landgericht. Die Staatsanwaltschaft legt dem Paar zur Last, einen Schweizer Geschäftsmann um rund 520.000 Euro betrogen zu haben.

Laut Anklageschrift soll die 37-Jährige mit dem Schweizer eine Scheinbeziehung neben ihrer Ehe geführt haben. Als sie 2017 von ihrem Mann schwanger geworden sei, habe sie dem Liebhaber vorgetäuscht, dass er der Vater sei. Der Geschädigte soll dann Geld für den Kauf einer Wohnung im Kölner Zollhafen zur Verfügung gestellt haben, das das Paar aber für seine Lebensführung verbraucht haben soll.

Ferner wird dem 33-Jährigen zur Last gelegt, im Januar 2019 an einer Schießerei mit einem Rivalen aus der Rockergruppe „Hells Angels“ beteiligt gewesen zu sein. Daneben werden dem Paar weitere Betrugstaten und Urkundenfälschungen vorgeworfen.

(dpa)