Aachen: Knapp und präzise: Neuer Führer durch die Domschatzkammer

Aachen: Knapp und präzise: Neuer Führer durch die Domschatzkammer

Rund 300.000 Besucher jährlich sowie 8000 Führungen in neun Sprachen. Aachens Domschatzkammer ist ein Magnet für auswärtige Gäste der Stadt Aachen. Jetzt warten die Kirchenschätze, die zu den bedeutendsten nördlich der Alpen zählen, mit einem neuen Führer auf, der jetzt von den Autoren vorgestellt wurde.

Georg Minkenberg, Leiter der Domschatzkammer, und Herta Lepie, ehedem Direktorin der Abteilung Goldschmiedekunst am Aachener Dom, präsentierten das 128 Seiten starke Werk mit 103 Abbildungen (12,90 Euro), erschienen im Regensburger Verlag „Schnell und Steiner”.

Knapp, präzise, gut verständlich und auf überschaubarem Raum bietet das Buch einen Einblick in die Welt der Kunstwerke von der Spätantike und dem Mittelalter bis zur Neuzeit. „Eine hervorragende Bilderauswahl”, lobte Dompropst Helmut Poqué, der die gelungene Vernetzung von „Kunsthistorie und theologischen Zusammenhängen” hervorhob. Auch die im Dom selber zu bewundernden Werke wie die Evangelienkanzel (nach 1000), der Barbarossaleuchter (um 1165), der Karlsschrein (1215) oder der Marienschrein (1239) wurden integriert.

Als Grundlage diente ein Führer von 1979. „Es war uns wichtig, die Inhalte des Buches nach 15 Jahren dem neuesten Stand der Forschung anzupassen”, erklärten die Autoren, denen Verleger Rainer Boos schon jetzt Erfolg prognostiziert: „Das Interesse an der Erstauflage von 6000 Exemplaren ist bereits gewaltig.” Dies gelte nicht nur für „ein breites Publikum, sondern auch für die Fachwelt”. Das Buch ist auch auf englisch und französisch erhältlich.